Siegen ist schwer!!!
Mittwoch, 21. September 2011, 18:10
Siegen ist schwer!!!
TV Kalbach : Eintracht Frankfurt 3:2
Der Saisonauftakt in der Bezirksoberliga-West der ersten Herren der Eintracht Frankfurt endete nach knapp zwei Stunden Spielzeit mit einer 2:3 Niederlage gegen den TV Kalbach. Wie ist dies zu erklären, fragt sich der versierte Insider, bedenkt man eine zwischenzeitliche 2:0 Führung? Ein englischer Admiral namens Horatio Nelson sagte einst: „Über Sieg und Niederlage entscheiden fünf Minuten.“ Das mag für den Seekrieg gelten - im Sport braucht es oft weit weniger Zeit. Und zwar genau jene Konzentrationsphase gegen Ende eines Satzes, um diesen zu seinen Gunsten zu entscheiden. Satz eins verlief klar und deutlich, man führte von Beginn an und gab diese Führung zu keinem Zeitpunkt wieder ab. Nelsons Zitat bestätigte sich zum ersten Mal im zweiten Satz, allerdings für die Gäste. Mit Rückstand im Nacken lief man den Kalbachern von Anfang bis zum Ausgleich bei 20:20 hinterher, bis Schweigert in den eben erwähnten wenigen Minuten mit einer Aufschlagsserie den Satz nach Hause holte. Die darauffolgende Ansage des Coachs war eineindeutig: „Der Dritte ist der Schwerste, Konzentration oben halten, Jungs!“ Doch wieder geriet man früh in Rückstand, welcher sich bis Satzende nicht mehr kompensieren ließ. Satz vier sollte es also richten. Ausgeglichen ging es hin und her, ohne dass sich ein Team absetzen konnte, bei einem von Eigenfehlern geprägten Verlauf. Hinzu kam ein sehr ungeschickt agierendes Schiedsrichtergespann, welches unnötigerweise immer mal wieder für Unmut auf beiden Seiten sorgte. Zeitfenster t < 5min à 19:19; Zeitfenster t < 2 min 22:22 à Zeitfenster t = 0 min 23:25 à Satzverlust. Es schien wie verhext, ein Sieg nicht gegönnt, denn das Bild setzte sich im letzten Satz fort. Die Kalbacher immer mit der leichten Führung, die wir nicht mehr einzuholen vermochten, was somit zu einem 13:15 im Tie-Break führte.
Weiterer Wehmutstropfen dieses Spiels: ein +1 steht bei der Eintracht im Punktevergleich…
Anscheinend hat die Mannschaft die Selbstfindungsphase noch nicht ganz abgeschlossen. Erkennbare Ansätze eines solide wirkenden Volleyballspiels sind vorhanden und es gilt nun, diese zu festigen und weiter auszubauen. Oberste Priorität muss die Minimierung der Eigenfehlerquote sein, insbesondere beim Aufschlag. Und dies schon gleich kommenden Samstag, den 24.09.2011 in der neuen Sporthalle des Leistungszentrums Riederwald. Und dann soll trotz stark dezimiertem Team gelten: Wir treffen uns in Siegen und nicht in Klagenfurt oder Jammerfels!!!
Ralf Lengler
Für die Eintracht spielten: Cattelaens, Comis, Düppre, Fuhr, Grunenberg, Jordan, Lengler, Scheurer, Schweigert, Zeugmann. Coach: Köbler
Von: rl