Aktuelles vom Volleyball

Heimspieltag der Herren 2 am 13.03.2011

Dienstag, 15. März 2011, 18:58

Es war einer der ohrenbetäubendsten und lustigsten Volleyballspiele unseres Teams.Da wir in der Tabelle  leider auf den letzten Platz gerutscht waren, wollte die gesamte Mannschaft am heutigen Tag alles geben. Ohne den Druck absteigen zu können, liefen wir mit noch einem Sonntags-früh-und-noch-müde-von-der-langen-nacht-Blick in die Halle. Fest Entschlossen, der einzigen Mannschaft, die wir in der neuen Liga je geschlagen hatten, den FVV, noch einmal schlagen zu können….

1. Satz
Das Spiel gegen den FVV  ging pünktlich um 11.00 Uhr los. Nach einem 0:5 Rückstand lenkten wir unsere Gedanken von unseren Betten voll aufs Spiel und uns gelang eine kleine Führung, die wir schnell ausbauen konnten. Nun war die Motivation so hoch, dass leichter Übermut und die Gedanken an den Sieg gegen diese Mannschaft vor uns schwebten. Die Nerven um die Schlusspunkte konnte der FVV besser als wir behalten und unser fünf Punkte-Vorsprung, den wir in den Sand gesetzt hatten, drückte die Stimmung etwas hinunter, doch dieser Satz war seit langem  mal ein sehr guter, um nicht zu sagen: vielleicht sogar der beste bisher!

2. Satz
Mit der  Niederlage im Hinterkopf verloren wir auch den zweiten Satz unspektakulär. Doch unsere häufigen Fehler in der Annahme, mangelnde Sicherung, Absprache oder druckvolle Angaben waren nicht mehr das Problem. Diese Dinge liefen dank hartem Training wie am Schnürchen. Unser großes Problem war der Abschluss. Teilweise spielten wir sechsmal hin und her…ohne einen Punkt zu machen, obwohl wir den Ball jedesmal mit einem Angriffsschlag hinüberspielten. Es war zum Verzweifeln. Doch was in unserem Spiel nun deutlich zu erkennen war, war der SPASS.

3. Satz
Nach ernster Besprechung im Team und mit neuer Motivation stürmten wir ins Feld und überrumpelten den schon siegessicheren FVV mit einem 25:9-Sieg! Der Sieg gab uns neue Hoffnung oder besser gesagt: Plötzlich fühlten wir uns als HERRSCHER des Spiels. Doch unser einziger BONUS war die Freude, die uns in diesem Satz zum Sieg brachte.

4. Satz
Der nächste Satz war ein harter Kampf zwischen verzweifelten FVVlern mit ihren  und unseren Anfeuerungen. Der Gedanke, das gesamte Spiel doch noch für uns zu entscheiden, ging uns nicht mehr aus dem Kopf. Heiß auf den Ball, versenkten wir einen schönen Ball nach dem anderen im gegnerischen Feld. Nach dem 25:20 Endstand sah man den FVVlern die Verunsicherung an.

5. Satz
Den neugeschöpften Ehrgeiz des FVV merkte man deutlich. Der letzte Satz dieses Spieles war nicht ein Satz, bei dem etwa ein harter Aufschlag oder -Abschluss gefragt war, sondern vielmehr ging es darum, welches Team sich besser gegenseitig anfeuern konnte. Das gesamte Sprüche-Paket der Eintracht kam zum Vorschein und die Halle glich einem Wettbewerb: Wer kann lauter Schreien?!
Die dramatischen Schlusspunkte entschied leider der FVV für sich. 12:15. Nach einer so einer harten Aufholjagd mit verlorenem Endspiel ließ unsere Hoffnung, gegen Goldstein 2 gewinnen zu können, in den Keller fallen.
Pause
Während der Pause fingen die noch frischen Goldsteiner an, sich aufzuwärmen und beeindruckten uns mit ihren präzisen und harten Angriffsschlägen. Für sie war klar, gegen uns zu gewinnen. Sie wollten den Aufstieg in die höhere Liga schaffen. Sie hatten sogar gegen den ersten der Liga gewonnen. In den Gesichtern unseres Teams sah man die Erschöpfung und den meisten war es auch nun egal, ob wir nun gewinnen oder verlieren. Wenn wir es schon nicht gegen den FVV geschafft haben zu gewinnen, würden wir es bei den Goldsteinern nach einem Fünf-Sätze-Spiel erst recht nicht schaffen. Für alle stand nun der Spaß im Vordergrund. Wir wollten so schön weitermachen wie im vorherigen Spiel. Doch, dass wir nach fünf Sätzen zwar noch spielen, jedoch nicht mehr kämpfen konnten, war den meisten klar.

1. Satz
Mit einer überraschend guten Stimmung gingen wir auf das Feld…im Gegensatz zum Vfl, der mit einer bedrückten Stimmung auf den Beginn des ersten Satzes wartete. Wir fanden schnell wieder ins Spiel zurück. Und so gewannen wir den ersten Satz unerwartet. Es war kaum zu fassen! Nach unserem 25. Punkt freuten wir uns fast so wie nach einem Sieg, denn auch nur einen Satz gegen die Goldsteiner für sich zu entscheiden, schien für uns vor dem Spielbeginn in unerreichbare Ferne. 25:21 war der Endstand. Die Goldsteiner waren eigentlich auf fast jeder Position besser aufgestellt als wir und dennoch brachten wir den Ball einige Male in ihr Spielfeld. Nach fünf Sätzen waren wir auch deutlich geschwächter. Trotzdem waren wir im ersten Satz deutlich überlegen und, naja, hatten auch etwas Glück wegen unserer niedrigen Deckenhöhe, die den Goldsteinern einige Male zum Verhängnis wurde.

2. Satz
Der Respekt gegenüber unserer Mannschaft der Goldsteiner hatte sich gesetigert. Jedoch waren sie auch entschlossener, gegen uns zu gewinnen, sodass sie den zweiten Satz mit 25:17 gegen uns gewannen. Doch unser Glücksgefühl des ersten Satzes war nicht verflogen und ich glaube, dass wir trotz verlorenen Satzes mit einer besseren Stimmung vom Feld gingen als die Vfler.

3. Satz
Und so gingen wir auch hungrig auf Spaß in den nächsten Satz. Der Spaß ging uns nicht aus, wir brüllten sogar Sprüche wegen unserer Fehler. Ging ein Ball von uns an die Decke, schrien wir „Heimvorteil!“, oder wenn wir auswechselten, kam von den Vflern: „Wechsel ein, wechsel aus….!“ . Statt uns davon fertig machen zu lassen, sangen wir einfach mit. Obwohl der Vfl auch diesen Satz für sich entschied, spielten wir mit einer Freude, die ich in unserer Mannschaft noch nie so intensiv erlebt hatte.18:25.

4. Satz
Um den Vfl doch noch zu ärgern, wollten wir mit einem guten Abschlussspiel nach Hause fahren, gaben nochmal alles und gewannen den vierten Satz mit knappen 25:23 Punkten. Mit diesem Sieg hatten weder wir noch der Vfl gerechnet, der Punktverlust frustrierte sie sichtlich. Dass sie gegen den geschwächten letzten Platz verlieren könnten war ihnen dann doch zu viel. Ich muss zugeben, dass wir auch oft Glück mit den Fehlern des Vfls gehabt hatten.

5. Satz
Der letzte Satz war leider nichtmehr mit so einer großen Stimmung wie die davor. Das Motto unseres Teams war: Den Ball auf die andere Seite, egal wie…und so gewannen die Goldsteiner den letzten Satz mit 15:7 Punkten. Doch es kam mir so vor, als ob wir uns mehr auf das Ende des Spiels gefreut hatten als der Vfl und wir waren froh, endlich mal ein Spiel nicht mit 0:3 gespielt zu haben.
Dieser Spieltag bescherte uns hinzu noch 2 Kästen und einen deutlich verbesserten Teamzusammenhalt. Er war damit ein Erfolg und eine allgemeine Steigerung unseres Könnens.
Ergebnisse zusammengefasst:
SGE-FVV  2:3
SGE-VFL  2:3

Von: FaGo

 

 

 


 

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