D1: 12 Blicke sagen oft mehr als 1000 Worte…
Montag, 31. Januar 2011, 09:14
Ungläubig und sichtlich schockiert verließen die Regionalligavolleyballerinnen der Frankfurter Eintracht gegen 16:25 Uhr das Spielfeld in der Bad Sodener Hasselgrundhalle. Obwohl sich die Adlerträgerinnen redlich mühten und die ein oder andere gelungene Situation herauszuspielen wussten, war der Gegner aus Bad Soden an diesem Samstagnachmittag in der Chancenverwer-tung einfach effektiver und wusste in den entscheidenden Situationen den Punkt zu machen.
So deutlich das Ergebnis mit 0:3 erscheint, so deutlich war es schlussendlich nicht, starteten die Adlerträgerinnen doch beherzt und mit sichtlicher Spielfreude in den ersten Durchgang. Frank-furt begann mit Anne Lutz und Mareike Harder auf den Außenpositionen, Roxana Cioanga und Kerstin Schmid im Mittelblock, Julia Schwarzlose im Zuspiel und Fine Fuhr auf Diagonal. Die Auf-gabe der Libera übernahm Jeannette Pfeiffer.
Eine stabile Annahme und mutige Angriffe sowie die höhere Fehlerquote des Gegners brachten der Startsechs im ersten Satz eine angenehme 15:10-Führung ein. Von da an begann das Frank-furter Spiel jedoch zu bröckeln. Fehlende Durchschlagskraft, ein löchriger Block und der ein oder andere verpatzte Dankeball, ließ Bad Soden die eigene Chance wittern. Punkt für Punkt kämpften sich die Kurstädterinnen heran und entschieden beim Stand von 24:23 sogar den Satzball für sich. Abhaken, durchatmen und weiterspielen lautete die Devise für die Frankfurterinnen. Doch konnte man sich auch im folgenden Satz nicht mehr entscheidend absetzen. Führte man zu Beginn noch 7:2, egalisierte Bad Soden den Vorsprung durch druckvolle Aufschläge und platzierte Angriffe vor allem über die Mittelposition. So näherte man sich im Gleichschritt der 25-Punkte-Marke. Und auch diesen Durchgang entschieden die Hausherrinnen mit 25:23 frech für sich. In veränderter Aufstellung (Franziska Döring über Außen, Viktoria Graf über diagonal, Alex Wassilko über die Mitte) startete Frankfurt in den dritten Durchgang, wohl wissend den Gashebel endlich umlegen zu müssen. Man stemmte sich gegen die drohende Niederlage und konnte phasenweise mit guten Angriffsaktionen vor allem über die Mitte und die Diagonale glänzen. Aber auch in diesem Satz klemmte das Gaspedal auf weiten Strecken und Bad Soden zog auf 19:14 davon. Hier ging noch einmal ein Ruck durch das Team um Trainer Jens Völkel. Lange Ballwechsel entschieden die Adler plötzlich wieder für sich und setzten den Gegner mit Aufschlägen unter Druck. Über das 19:20 kämpfte man sich zum 24:23 und hatte schließlich den ersehnten Satzball. Doch wieder war die einzige Konstante im Spiel der Frankfurter die Unkonstanz. Ein Aufschlagfehler, ein missglückter Dankeball und das mutige Spiel der Gastgeberinnen besiegelten den bitteren Endstand.
An was es letztendlich im Einzelnen lag, wird in der kommenden Trainingswoche zu analysieren sein, hat man doch durch das spielfreie Wochenende etwas Zeit sich intensiv auf die nächste Aufgabe vorzubereiten. Zu Gast im Adlerhorst ist am 12.02.11 die SSG Etzbach (aktuell Platz 5). Wir freuen uns auf die kommende Aufgabe und werden alles daran setzen zu alter Form zurück-zufinden, damit es wieder öfter heißt „Eintracht vom Main, nur du sollst heute siegen… Eintracht vom Main, weil wir dich alle lieben, …“.
Frankfurt spielte mit: Roxana Cioanga, Franziska Döring, Fine Fuhr, Viktoria Graf, Mareike Har-der, Anne Lutz, Jeannette Pfeiffer, Kerstin Schmid, Julia Schwarzlose, Alex Wassilko, Anna We-ber.
Von: nw