Herren 2 zu Gast in Bergen-Enkheim
Freitag, 04. März 2011, 13:39
Spielbericht Herren 2 gegen den Tabellenzweiten Bergen-Enkheim
Nachdem man um 14:35 Uhr umgezogen die Halle betrat, wurde man freundlich mit einem „Ist das Schiedsgericht anwesend“ begrüßt, während sich die ersten Spielpartner Goldstein und Bergen-Enkheim bereits von der 4 einschlugen. Wir wünschten ebenfalls unserem Gegner „einen wunderschönen guten Tag!“ Pünktlich um 15Uhr angepfiffen dauerte es nicht lange und die ersten Diskussionen machten sich breit, es gebe mehrere Fehlentscheidungen vom Schiedsgericht.
Im ersten Satz wunderten sich noch über die Spielunterbrechungen und die überaus freundliche Art der beiden Kapitäne, ihren Willen kundzutun, während Goldstein verzweifelt versuchte, die Halle zu vergrößern, indem man wutentbrannt gegen die Wand treten musste.
Doch die Unterbrechungen schienen zur Tagesordnung zu gehören und man hatte den Eindruck, die Mannschaften wollten sich nicht aufs Spielen besinnen, sondern lieber einen großen Sitzkreis in der Mitte bilden, wo jeder mal zu Wort kommen durfte. Nachdem dann Goldstein mit 3:2 gewonnen hat, durften die überaus bösen Eintrachtler vom letzten Platz, mit gemeinen und absichtlichen Hintergedanken sich warm machen.
Mit überdurchschnittlich 25 Minuten Warmmachzeit und nachdem man verzweifelt das Schiedsgericht von Goldstein angefleht hat, vielleicht doch noch 5 Minuten sich wenigstens den Ball mal zupritschen zu können, wurde sich eingeschlagen. Und dann ging es auch schon los.
Wie immer konnte man anfangs gut mithalten, bis dann irgendwann der Zeitpunkt kam, wo zu viele Eigenfehler das Spiel bestimmten und den ersten Satz für Enkheim mit bitteren 25:12 Punkten entschied. Mehrere Aufschläge wurden unnötig ins Netz gehauen oder hinten ins Aus, die Annahmen kamen nicht so optimal, damit die Angreifer bestens ins Szene gesetzt werden konnten und mehrmals wurde legitim (man merke sich dieses Wort) übergetreten und ins Netz gegriffen.
Man spürte eine Veränderung musste her: man(n) wollte mit Spaß aufspielen, doch im ersten Satz wurde lediglich mit Nervosität um sich geworfen.
Durch eine leichte Veränderung auf einer Person merkte man dennoch im zweiten Satz: Da ist mehr drin. Es wurde deutlich mehr Druck ausgeübt, schlechtere Annahmen wurden durch gut in Szene gesetzte Hinterfeldangriffe bereinigt, die Stimmung wurde auf dem Feld, sowie außerhalb besser und man wurde lauter: Die Eintracht zeigte, der Adler kann fliegen. Doch nun zum Wort legitim und Fairness.
Ein super gestellter Aufsteiger wurde souverän am Block, der zu spät kam, ins Feld auf die 4m gedonnert; man berührte leicht das Netz relativ weit unten, aber doch eher unspektakulär, doch der 1. Schiedsrichter zeigte deutlich an: Netzberührung an der oberen Netzkante.
Man schob diese unangenehme Fehlentscheidungen beiseite und konzentrierte sich auf das weitere Spiel. Nachdem ein gut geschlagener Aufschlag im Feld der Enkheimer für einige Unruhe sorgte, konnte man erfolgreich den 3. Ball, der rübergepritscht wurde, wegblocken, doch auch dieser wurde uns aberkannt, denn dieser sei übergegriffen...man resümierte kurz und erinnerte sich schnell: „Ahhh natürlich, erst der 6. gespielte Ball in eigenem Feld darf vom Gegner geblockt werden“ und entschuldigte sich für die Unruhe im Team. Nach einem kämpferischen Satz, brachten diese kleinen Entscheidungen Nervosität ins Feld und man verlor letztendlich 25:19.
Doch man bemerkte: Wenn man will, dann kann man auch!
Den 3. Satz wollte man für sich entscheiden, denn diesen schuldete man der Trainerin. Nachdem man mit super Block-, Sicherungs und Aufschlagaktionen mit 3:0 in Führung ging, war die Euphorie größer wie noch nie und der Kampfwillen vorhanden. Doch die allseits beliebte Einbruchphase des jungen Teams machte sich in der Mitte des Satzes bemerkbar. Nachdem den mitgereisten Zuschauern und dem Team auffiel, dass der 1.Schiedsrichter ständig auf die Uhr schaute, weil vermutlich ein wichtiger Termin anstand, regte man sich schon nicht mehr über die Fehlentscheidungen auf. Bei einem Punktestand von 18:12 vermutete man schon das schlimmste, doch nachdem der 4. gefährliche Sprungaufschlag des Gegners ins Netz ging, durften wir mit unseren Aufschlagtechniken prahlen. Der erste Aufschlag von Usamah flatterte auf die kurze 6 und wurde hoch gegen die Decke abgewehrt; der zweite fiel direkt dem Läufer vor die Füße, der souverän annahm, jedoch dadurch nicht mehr stellen konnte, so dass der Angriff problemlos abgewehrt wurde und man entsprechend Gegendruck aufbauen konnte. Der dritte fiel platziert und vielleicht mit einem Fünkchen Glück hinten genau in die Feldecke und man bemerkte, nachdem man einen Blick auf den Punktestand warf, dass man wieder dran war.
Beim Spielstand 19:17 schürte man noch Hoffnung. Doch die nächsten beiden Aufschläge der jungen Adler wurde ins Netz geschlagen, und der Gegner führte nun 21:18. Letztendlich verlor man ungünstig, nach einem platzierten gelegten Ball der Enkheimer mit 25:22.
Fazit: Wenn man die Nervosität im ersten Satz abstellen und direkt dort schon auftrumpfen würde und die mehreren unnötigen Eigenfehler zurückstellt, kann das Ziel in der nächsten Saison höher gesetzt werden!
Für die Herren 2 spielten Christian (er feierte sein Debüt), Usamah (leicht angeschlagen), Guido, Fabian, Nikki, Simon, Amir, Sven, Phil, Till
Von: GuNa