Historie

150 Jahrfeier der Turnabteilung im Oeder Weg

Es war ein rauschendes Fest, mit dem die Turnabteilung am 3.12.2011 ihr 150jähriges Bestehen feierte. Etwa 200 Zuschauer waren gekommen, um der Abteilung die Ehre zu erweisen. Hinzu kamen circa 50 Aktive auf und hinter der Bühne, so dass die festlich geschmückte Halle nur so summte. Die Stimmung hätte kaum besser sein können.


Weitere Fotos finden Sie in der GalerieGespannt folgten die Zuschauer den Geschehnissen auf der Bühne. Abteilungsleiter Martin Schönhoff führte die Gäste durch die 150jährige Geschichte der Abteilung. Dabei kam der Spaß aber nicht zu kurz und so wurde die bewegte Historie der Abteilung in kleinen Theaterstücken sowie durch eine visuelle Präsentation vorgetragen. Die Höhepunkte des Abends waren jedoch die sportlichen Auftritte, die die verschiedenen Abschnitt der Welt- und Vereinsgeschichte darstellten. Bereits die erste Nummer spiegelte deutlich die Kraft wieder, die im Turnen und der Abteilung steckt. Artem Ghazarian, Tommy Greifenstein und Tim Schneider zeigten sich bei ihrer Vorführung von der besten Seite, und versetzten die Zuschauer mit ihren Kraftkunststücken in Erstaunen.  Außerdem präsentierten die Eintrachtturner und Turnerinnen aus dem Leistungszentrum ihr Können. „Das war besser als im Tigerpalast“ urteilten manche Besucher später.
Doch waren nicht nur die „Profis“ auf der Bühne, sondern auch viele Sportgruppen aus dem regulären Übungsprogramm gekommen. Die Vielfalt der Abteilung kam so hervorragend zum Ausdruck. Gruppen aus (zumindest im Programm der Turnabteilung) relativ jungen Sportarten wie Tricking, Schwertkampf (Ken Jutsu), Rueda und Capoeira konnten ebenso wie die Jazztänzerinnen begeistern.


Nicht nur die große Angebotsvielfalt, sondern auch die Bedeutung des Turnens in allen Altersklassen wurde deutlich. Kindergruppen waren genauso wie Seniorengruppen aus Breiten- und Leistungssport waren auf der Bühne zu bewundern.
Natürlich durften bei solch einem epochalen Ereignis auch die Feuerteufel nicht fehlen, die zwar nicht mehr die allerjüngsten sind, das Publikum aber immer noch bestens unterhalten können. Besonders der Männer-Aerobic Truppe spendete das Publikum herzlich Beifall, so dass aus einem geplanten Kurzauftritt beinahe die komplette Programm geworden wäre.
Im Rahmen der Feier wurden mit Milos Janecek, Hannelore Ruhl, Veronika Jährling und Irene Weiß vier Personen geehrt, die das Gesicht der Abteilung in den letzten 40 Jahren maßgeblich geprägt haben und nicht mehr aus der Eintracht weg zu denken sind.
Nach etwa drei Stunden ging ein vergnüglicher Abend zu Ende, jedoch blieben nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung viele Gäste noch bis in die Nacht in der Halle und genossen bei gekühlten Getränken die familiäre Atmosphäre in der Halle.

 

Gremiumsfeier im Riederwald

 

Am Montag, den 17.10. fand die offizielle Feier der Vereinsgremien und geladener Gäste zum 150-jährigen Bestehen der Turnabteilung der Eintracht Frankfurt e.V. statt. In der Gaststätte DIVA im Sportleistungszentrum Riederwald gab es um 18.00 Uhr zunächst einen Sektempfang mit gleichzeitiger Möglichkeit, das vor der Tür stehende „mobile Turnmuseum“ – einen restaurierten und umgestalteten alten Wohnwagen – zu besichtigen.
Nach der obligatorischen Begrüßung durch den Abteilungsleiter Martin Schönhoff, bei der er einen kurzen Abriss über die lange Abteilungsgeschichte gab und dies mit einer Beschreibung der Gegenwart sowie einem Ausblick in die Zukunft verband, konnten die knapp 60 Gäste das gute Essen der Gasstätte bei einem 3-Gänge-Menu genießen. Zwischen den Gängen ließen es sich verschiedene Redner natürlich nicht nehmen, dem Jubilar ihre Glückwünsche zu überbringen und einige Worte an die Anwesenden zu richten. So sprachen Herr Dr. Knoll von der Deutschen Familienversicherung, der Vizepräsident der Eintracht Dieter Burkert, der Vizepräsident des Hessischen Turnverbandes Herr Müller und die ehemalige Abteilungsleiterin Hannelore Ruhl.

Neben ihren Glückwünschen verwiesen alle natürlich auch auf die Geschichte und Tradition der Turnbewegung seit „Turnvater Jahn“, setzten dies aber in unterschiedlicher Weise und mit verschiedenen Schwerpunkten zu der heutigen Zeit in Bezug, was das Zuhören insgesamt zu einem kurzweilig Vergnügen machte. Und wem es an der ein oder anderen Stelle vielleicht doch etwas zu „trocken“ wurde, der konnte sich die Zeit mit einem Blick in die druckfrische Festschrift vertreiben, die rechtzeitig zu dieser Feier fertig wurde und jedem Gast übergeben werden konnte.
Neben guten Worten gab es für das „Geburtstagskind Eintracht-Turnabteilung“ natürlich auch ein paar Geschenke: Herr Müller überreichte im Namen des HTV mehrere Fortbildungsgutscheine sowie eine Friedrich Ludwig Jahn-Ehrentafel (Foto) und von der Eissportabteilung gab es einen besonderen Eissportpokal.


Zwei großartige Darbietungen warteten aber noch gegen Ende der Veranstaltung. Vor dem Nachtisch präsentierten die zwei Turner Artem Ghazaryan und Tim Schneider turnerische Höchstleistung gepaart mit Partner-Akrobatik, zusammengestellt in einem großartigen Show-Act. Und das, aufgrund der beengten Platzverhältnisse in Innern, bei durchaus winterlichen Temperaturen sogar auf der Terrasse.
Ganz am Schluss konnten dann alle Anwesenden noch eine sehr gelungene und interessante Bilderpräsentation bewundern, die die Turnabteilung in Ihren vielen Facetten und Ihren Wandlungen im Laufe der letzten 15 Jahrzehnte zeigte. Das ganze wurde von der ehemaligen Eintracht-Bundesligaturnerin und jetzigen Musical-Darstellerin Annette Potempa
mit dem live gesungenen Titel „My Way“ eindrucksvoll begleitet.
Insgesamt war es ein mehr als gelungener Abend und ein erfolgreicher Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten des Herbstes 2011.

125 Jahre Vereinsgeschichte

Geschrieben von Karin Kling anlässlich der Jubiläumsfeier im Jahr 1986 (1861-1986)


Den Anstoß zur Gründung der meisten Frankfurter Turnvereine, also auch unseres Vereins, gab August Ravenstein. Seine großen Verdienste um die Entwicklung der Turnsache in Frankfurt und im Mittelrheinkreis haben ihm zu Recht den Beinamen „Turnvater Frankfurts und des Mittelrheinkreises“ eingetragen. Daneben war er auch Gründer des „Taunusklubs“. Er versuchte, selbst ein eifriger Turner und Wanderer, eine Verbindung zwischen beiden herzustellen. Dies ist ihm aus heutiger Sicht wohl auch gelungen, siehe zum Beispiel unsere aktive Wanderabteilung. August Ravenstein war es auch, der 1844 das Feldbergfest ins Leben rief, an dem sich noch heute Hunderte von Turnern erfreuen.
1860 trennte sich, hauptsächlich aus politischen Gründen, eine größere Anzahl Mitglieder vom Frankfurter Turnverein und gründete am 22.01.1861 die Frankfurter Turngemeinde. Sie legten damit den Grundstein für unseren jetzigen verein. Es ist sehr schwierig für uns, heute die 125 Jahre alte Vereinsgeschichte nachzuvollziehen; liegen doch zwei Weltkriege dazwischen und damit auch der Verlust von wertvollen Unterlagen. Wir stützen uns hauptsächlich auf Erinnerungen unserer älteren Mitglieder, denen wir an dieser Stelle herzlichen Dank sagen für ihre Mitarbeit.
Die Frankfurter Turngemeinde von 1861 war ein rühriger Verein. Dank des turnerischen Geistes und der Opferbereitschaft vieler Mitglieder wuchs der Verein zu einer richtigen Turnerfamilie zusammen. Die Turngemeinde hat auch mit ihrer Zeit gelebt und nahm Anteil an der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung. Bis 1914 blieb das Winterfest der Turngemeinde im Zoo ein gesellschaftliches Ereignis in Frankfurt. Bereits 1884 konnte die Turngemeinde ein Vereinshaus und eine Turnhalle (Oeder Weg 37) ihr eigen nennen. Die Mitgliederzahl des Vereins war beachtlich. So konnte man am 01.01.1908 bereits 750 Mitglieder zählen, davon 100 Frauen und 95 Mädchen, für die damalige Zeit besonders bemerkenswert. Seit 1890 „turnte“ eine Damenriege in der Vereinsturnhalle. Die stetige Entwicklung des Vereins wurde durch den 1. Weltkrieg 1914 bis 1918 jäh unterbrochen.
Als man sich 1920 mit dem Frankfurter Fussballverein vereinigte, geschah dies sicherlich mit den Besten Vorsätzen. Die Mitgliederzahl stieg bis auf 5000 und man etablierte sich mit den Fussballern besonders nach außen. Doch die grundverschiedene Einstellung zum Turnbetrieb, die Verschiedenheit der turnerischen und sportlichen Gesinnung ließen das an sich gute Werk scheitern. Nach der „reinlichen Scheidung“ 1926 gingen die beiden Vereine wieder getrennte Wege. Es war dies aber eine Erfahrung für die Turngemeinde, die sicherlich den Weg bereitete für die spätere Fusion mit den Fussballern im Jahre 1968.
Die Jahn-Riege, von Georg Pfeiffer 1925 gegründet, begann ihren Siegeszug mit den Höhepunkten bei den Turnfesten 1923 in München und 1928 in Köln, der Weltmeisterschaft von Ernst Winter 1934 in Budapest und bei den Olympischen Spielen 1936 Berlin. Auch die Fechtabteilung erlebte in diesen Jahren eine Blütezeit. Besonders hervorzuheben sind hier die Meisterschaftserfolge von Dr. Wilhelm Schöndube.
Dann kam der 2. Weltkrieg und machte viel der mühsam aufgebauten Vereinsarbeit zunichte. Otto Scheuerle, der damalige Vorsitzende, hatte kein leichtes Amt. Auch finanzielle Sorgen drückten den Verein. Von den 100 eingeschriebenen Mitgliedern konnte kaum die Hälfte ihre Beiträge entrichten. Trotzdem wurden bis 1943 noch Wettkämpfe ausgetragen. Im Oktober 1943 ging die Geschäftsstelle in Flammen auf; wertvolles Material verbrannte. Im Dezember 1944 wurde die Turnhalle durch Luftminen vernichtet.
1945 bot sich ein trostloser Anblick. Zunächst glaubte man, das gesamte Vereinsleben sei unter den Trümmern begraben. Aber es ging weiter! Auf dem Trümmerhaufen unserer Turnhalle fanden sich Mitglieder zusammen, die sofort mit dem Wiederaufbau der Halle und des Vereinslebens begannen. Die gemeinsame Aufbauarbeit schweißte die Schar Unermüdlicher fest zusammen. Die Eintracht-Riege war dann auch die erste, die trotz Verbot unter der Flagge der Arbeiterwohlfahrt 1945 öffentlich auftrat. Die erste konstituierende Sitzung wählte Albert Zellekens zum Vorsitzenden dessen Bemühen es war, einen Großverein in der Frankfurter Innenstadt zu schaffen.
Nach wiederholten Verhandlungen gelang es dann 1946, eine Gemeinschaft aus Frankfurter Turn- und Fechtclub und Turngemeinde Eintracht zu gründen , die sich von da an „Turn- und Fechtgemeinde Eintracht von 1861“ nannte. Es war eine gute Ehe, die man eingegangen war. Hier zeigte sich wieder: Gemeinsamkeit macht stark! Der Turn- und Fechtclub brachte viel Gemeinschaftssinn und kameradschaftliche Geselligkeit in die Verbindung ein, deren Grundstein der Turnlehrer Robert Braun legte und festigte. Die Eintracht war mit der Ernst-Winter-Riege turnerisch stark und zu dieser Zeit wohl der aktivste deutsche Turnverein. Ein Deutsches Turnfest, das 1948 stattfinden sollte, wurde durch die Währungsreform zunichte gemacht. Man führte stattdessen ein bundesoffenes Turnen durch und nannte es das „Frankfurter Turnfest“.
1952 war die Turnhalle am Oeder Weg wieder soweit instandgesetzt, dass der Übungsbetrieb, der vorübergehend in die Musterschule verlegt worden war, wieder aufgenommen werden konnte. Man verband die Feier von Jahns 100. Geburtstag mit einer „öffentlichen Turnstunde“ anlässlich der Wiedereröffnung der Turnhalle. Die offizielle Turnhallenweihe fand am 8. Januar 1956 statt. In den Jahren 1951 bis 1959 war die Turn- und Fechtgemeinde Eintracht Ausrichter aller internationalen Kunstturnbegegnungen des Deutschen Turnerbundes in der Frankfurter Festhalle. In den 60er Jahren erlebte der Verein einen Aufschwung, sowohl auf turnerischem als auch auf gesellschaftlichem Gebiet. Die sogenannte 1. Riege (Wettkampfriege) mit Turnern wie Karl Michel, Werner Becker und Horst Müller bei den Männern und Karin Gall, Doris Rügner, Karin Lehner und Lilo Palm bei den Frauen konnte viele Erfolge erzielen. Einer der besten Turner dieser Zeit war Karl Michel. Er wurde zum Vereinsturnlehrer ausgebildet und war ab 1963 der erste hauptamtliche Vereinsturnlehrer nach dem Krieg.
Im Jahre 1968 kam es auf eifriges Bestreben von Albert Zellekens zur Fusion von Turn- und Fechtgemeinde Eintracht und Sportgemeinde Eintracht (Fussball). Beide Teile mussten hier Zugeständnisse machen. So wurde z.B. die Leichtathletik-Abteilung der Turn- und Fechtgemeinde unter der erfolgreichen Leitung von Ferdinand Jung aufgelöst, da der Großverein eine selbstständige Abteilung für diesen Sport hatte. Aber die Zeit war reif für eine solche „große Koalition“, wie wir heute mit Bestimmtheit sagen können. Der Wunsch nach einem Frankfurter Großverein war damit in Erfüllung gegangen. Heute vereinigt die Eintracht Frankfurt 12 Sportarten mit über 5000 Mitgliedern in ihrem Verein, nämlich Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Eishockey, Tennis, Rugby, Hockey, Boxen, Leichtathletik, Tischtennis und Turnen. Die Turnabteilung, frühere Turn- und Fechtgemeinde, stellt heute mit über 1200 Mitgliedern die größte Abteilung.
Die recht erfolgreiche Fechtabteilung musste leider Anfang der 70er Jahre geschlossen werden. Die Fechter konnten in anderen Sportstätten unter günstigeren Bedingungen trainieren und somit zu größeren Erfolgen gelangen.
1975 wurde zum Andenken an unseren großen Turner Ernst Winter im 2. Stock des Vereinshauses Oeder Weg das Ernst-Winter-Kolleg eingeweiht. Im Zeichen der Frauen stand das Jahr 1979; Die Frauengymnastik der Turnabteilung feierte ihr 50jähriges Bestehen. Es war ein Fest, das die Frauenwartin Hilde Wachter mit viel Liebe und Mühe initiiert hatte. Die Frauen können damit zwar nicht mit der Turnchronik der Männer konkurrieren, aber sie waren im Kommen.
Zwei Feiern gab es 1981: Im Frühjahr feierten wir ein Dankeschön-Fest für Hermann Trimbur, der seit 1946 im Vorstand unseres Vereins arbeitete und von 1970 bis 1981 die Geschicke der Turnabteilung mit sicherer und fester Hand leitete. Darüber hinaus engagierte er sich 30 Jahre lang mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen bei der Einstudierung der Kinder-Weihnachtsmärchen. Im Herbst wurde die Turnhalle nach gründlicher Renovierung eingeweiht. Sie hatte nun endgültig ihr Nachkriegsgewand abgelegt. Einen Höhepunkt der 80er Jahre bildete das Deutsche Turnfest 1983 in Frankfurt, bei dem viele Mitglieder mobilisiert wurden. Die Turnabteilung stellet eine stattliche Zahl ehrenamtlicher Helfer und auch aktive Turnfestteilnehmer.
Wenn wir nun 1986 unser 125jähriges Jubiläum feiern, blicken wir voller Achtung und Ehrfurcht zurück auf die Vereinsgeschichte, auf die Männer und Frauen, die durch ihr verdienstvolles Wirken den Verein zu dem gemacht haben, was er heute ist. Wir wünschen unserer Turnabteilung, dass sie diese ehrenvolle Tradition im Sinne unserer Zeit und unseres Denkens weiterführt.


 

Abteilung Turnen

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Sabine Urban

Oeder Weg 37
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Fax: 069/ 554827
Email: turnen(at)eintracht-frankfurt.de

Geschäftszeiten:
Di. und Do.: 09.00 bis 12.00 Uhr
sowie 15.00 bis 18.00 Uhr

 

Festschrift

 

Magazin Artikel

Lesen Sie hier den Artikel zum 150 Jährigen Vereinsjubiläum, der im Eintracht-Mitglieder Magazin erschienen ist

 

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Termine

Juni
22

Sommerfest der Turnabteilung

Am 22.06.2013 findet das diesjährige Sommerfest der Turnabteilung statt.

Juli
08

Beginn der Sommerferien

Vom 8.7.2013 - 18.8.2013 keine Sportangebote für Kinder und in Schulturnhallen

 

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