Trainingslager in Russland
Montag, 17. Oktober 2011, 12:08
Myriam Boeschen, Praw Phoemphun und Annabelle Hölzer (v.l.n.r.) waren in der ersten Herbstferienwoche mit weiteren fünf Kaderturnerinnen Hessens in Moskau beim Turnclub Dynamo zu Gast.
In der russischen Hauptstadt konnten sie Motivation und Erfahrung für ihre weitere Turnlaufbahn sammeln. Neben der Finanzierung durch den Hessischen Turnverband wurde den drei besten Eintrachtturnerinnen dieses Erlebnis auch durch die zusätzliche Unterstützung ihres Stammvereins ermöglicht.
Im Anschluss ans eigene Training durfte den Russischen Sportlern bei ihrem imposanten Training zugeschaut werden. Die Dynamo-Turnhalle ist sehr groß und zu bestimmten Zeiten treffen dort Topathleten mit riesigen Kleinkindgruppen aufeinander. Hunderte Kinder füllen dann die Halle und turnen, was das Zeug hält. Das führt allerdings zu keinerlei Konflikten: Sollte beispielsweise mal eine "Minimaus" versehentlich die Distanz zu den „Großen“ nicht eingehalten haben, wird darüber kein Wort verloren. Auch hangeln die kleinen Mädchen dort am Männerbarren und die winzigen Jungs balancieren über den Schwebebalken. Es ist dort nicht laut, aber strikt und eine unglaubliche Toleranz beherrscht in diesem Club das Klima. Das hat dem Frankfurter Team eigentlich am besten gefallen, denn man ist aus dem eigenen Zentrum anderes gewohnt. Die jüngsten Gruppen in Moskau bestehen übrigens aus Kleinkindern zwischen 18 und 36 Monaten. Der Vizepräsident Victor Melnikow erklärte, dass dadurch so viele Talente wie möglich gesichtet werden und keiner durch das Raster fallen kann.
Zusätzlich zum Sport konnten einige Sehenswürdigkeiten Moskaus besichtigt werden. Vom roten Platz, den Zwiebeltürmen oder dem Kreml wurden viele Fotos gemacht. Zudem wurden die Hessinnen noch zum höchsten Punkt der Stadt gefahren, von wo aus man ganz Moskau überblicken konnte. Am allerschönsten fanden die Mädchen jedoch die berühmte Christ-Erlöser-Kathedrale, in deren Inneren man sich fühlte als wäre man in einem Traum.
Für die Hessischen Athleten und ihre Trainer war es eine schöne und interessante Zeit und ein
Dank geht an den HTV, die Eintracht und TG Frankfurt und natürlich an Victor Melnikow, der so lieb war und einen Einblick in seine Russische Turnschule zugelassen hat.
Von: Astrid Schweikhardt