Aktuelles vom Triathlon

Triathlon in Bad Arolsen

Mittwoch, 08. September 2010, 09:19

Rosa Elefanten beim Triathlon

 

Am Sonntag stand ja mein erster Senioren Liga Wettkampf an. Und ich habe dort rosa (naja, eher grell orange) Elefanten beim Schwimmen gesehen! Denn so sehen in Bad Arolsen die Bojen aus:

 

Das Schwimmen

Leider waren 2 Bojen für mich eindeutig zu wenig auf 1,5 km - ich bin fast ohne Orientierung geschwommen und kam v.a. nach der letzten Boje nicht vom Fleck. Der Ausstieg kam einfach nicht näher. Dafür kam die nächste Schwimmgruppe. Grmpffff... Ich habe nicht getrödelt oder bin bewusst langsam geschwommen, aber es war einfach nicht mein Schwimmtag. Als ich nach gefühlten 2 km aus dem Wasser gekrabbelt kam, hat mir einer der Helfer, die beim Ausstieg geholfen haben, einen aufmunternden Klapps gegeben, der mich buchstäblich umgehauen hat. Dazu kam ein Wadenkrampf. Filmreif. Zur Wechselzone ging es dann die Eiger Nordwand hoch. Ein Schild stand da "Dies ist keine Steigung, sondern eine Herausforderung!". Ja. Ich bin schön gemütlich gegangen, während die schnellen Jungs der nächsten Startgruppe an mir vorbeigerannt sind. Den Neo durfte man am "Neo-Strip" ausziehen, in eine Tüte verpacken und dann ab zum Rad.

 

Das Radfahren

Das Radeln auf der 42,1 km langen Strecke hat dann super Spaß gemacht, obwohl die Strecke mit einigen Wellen versehen ist und ein Anstieg sich wirklich fies zog. Da ich dauernd von den schnellen Jungs der 3. und 4. Hessenliga überholt wurde, hatte ich immer was zu schauen. Da wir je nach Liga ein "S" für Senioren oder eine 3 bzw. 4 für die Hessenliga auf die Wade gemalt bekommen hatten, wusste ich wenigstens welche Liga mich da überholt. Ich war zwar nicht schnell auf dem Rad, hab' mich aber angestrengt und es hat einfach Laune gemacht. Ich fuhr so vor mich hin und dachte irgendwann "boah, das ist es echt, was ich an diesem Sport liebe!". Es lässt sich gar nicht richtig in Worte fassen, aber das Gefühl, sich anzustrengen, gemeinsam mit anderen unterwegs zu sein und doch nur so weit zu gehen, wie es der eigene Körper und die Tagesform zulässt, dass es nach einem Anstieg wieder wunderbar bergab geht, dass da mal in irgendeinem Dorf ein einzelner Zuschauer steht und klatscht, dass das Wetter gar nicht so schlecht wie angekündigt ist, dass ich sowas überhaupt machen kann, ... Irgendwie so ein diffuses, großes Glücksgefühl.

Dann war auch schon die zweite Runde um und es ging ab zum Laufen.

 

Das Laufen

10,8 km. Die Strecke sollte etwas profiliert sein. Wie üblich bin ich im gefühlten Schleichjoggingtempo los, die Beine fühlten sich an wie Tintenfischtuben. Das hat sich aber nach 1 km gegeben und ich bin einfach gelaufen. Gefühlt flott. Ohne die Uhr eines Blickes zu würdigen. Einfach laufen. Atmen. Wasser fassen. Laufen. Ja und bis auf die letzte Rampe auf dem letzten km wars auch zivil vom Profil. Eine kleine Regendusche kam dann genau als ich diese Steigung hoch bin. Dabei habe ich einen anderen Läufer überholt (!!!) und konnte noch frotzeln, dass das uns wenigstens die Dusche spart. So etwa 100 m vor dem Ziel ging es wieder etwas bergab, da stand ein Kerl und rief dem hinter mir laufenden Typ zu "los, die Frau wirst du doch wohl noch überholen können", was dieser doch tatsächlich kurz vor der scharfen Rechtskurve tat und vor mir ins Ziel sprintete. Armselig, so ein Machogehabe. Ja, und im Ziel gab's dann eine Medaille und bleifreies Bier.


Fazit:

Ich hoffe, ich kann nächstes Jahr bei der Liga wieder dabei sein - und da dann hoffentlich bei allen Wettkämpfen, es hat nämlich super Spaß gemacht!

Von: Anja Dix

 

 

 


 

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