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Meine zweite Mitteldistanz überhaupt absolvierte ich im Rahmen der Challenge Kraichgau. In meinem ersten Profijahr hatte ich mir eine Platzierung unter den Top-Ten als Ziel gesetzt, doch es sollte noch viel mehr möglich sein.
Beim Schwimmen konnte ich schnell der Schlägerei entfliehen und mich an die erste Verfolgungsgruppe um Sebastian Kienle hängen. Nach guten 25:38 Minuten erreichte ich als Vierte Frau die Wechselzone. Auf dem Rad wollte ich so wenig Boden wie möglich verlieren und schlug von Anfang an ein für mich hohes, aber konstantes Tempo an. Am Ende musste ich auch nur eine Verfolgerin ziehen lassen, sodass ich als Fünfte nach 2:42 Stunden die Wechselzone erreichte.
Nun stand nur noch der Halbmarathon bevor. Auf den ersten Kilometern wollte ich es bewusst langsamer (unter 4er Schnitt ;)) angehen lassen. Es fühlte sich auch alles locker an, sodass ich beschloss das Tempo in den nächsten Runden zu erhöhen. Doch da hatte ich die Rechnung ohne den Hunger gemacht. Da ich nichts mehr Süßes zu mir nehmen konnte verzichtete ich auf Gels auf der Laufstrecke. Doch bei der Hälfte beschloss ich mir dennoch ein Gel zu verabreichen um den Hunger zu stillen. Doch zu spät, die Beine wurden schwerer und schwerer und das Tempo langsamer und langsamer. Die letzten Kilometer wurden zur Qual, so etwas hatte ich noch nicht erlebt. Innerlich sagt ich mir, nur nicht GEHEN! Auf den letzten zwei Kilometern musste ich dann noch eine Verfolgerin ziehen lassen, sodass ich am Ende als Sechste ins Ziel kam. Mit einer Gesamtzeit von 4:40:53 Stunden und Platz 6 war ich dennoch mehr als zufrieden. Damit hatte ich dann doch nicht gerechnet. Für meine dritte Mitteldistanz in Wiesbaden am 14.08.2011 werde ich mir das Essen noch angewöhnen und werde versuchen auch dort unter die besten sechs Frauen zu kommen.