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Nach einem Marathon in der Antarktis und einem Marathon am Nordpol wollte ich meine Schnee und Eissammlung mit Grönland verfeinern. Der Polar Circle Marathon wird nördlich des Polarkreises gelaufen und beginnt mit einer Schleife von 3-4 km auf der Eiskuppe eines Gletschers und folgt dann einem rund 40 km langen Tal mit einer befahrbaren Schotterpiste zu einem Fjord. Das Tal wurde in Jahrtausenden durch das Schmelzwasser des Gletschers geformt und ist wild und ursprünglich, erst am Ziel in Kangerlussuaq – einem ehemaligen US-Flughafen aus dem 2. Weltkrieg - gibt es Häuser und damit Zuschauer. Die Temperaturen schwankten zwischen –15 und -5 Grad Celsius, relativ warm also im Vergleich zum Nordpolmarathon. Der Lauf auf dem Gletscher ist technisch anspruchsvoll, man läuft auf blankem Eis oder sinkt bis zu den Knien ein in Schneeverwehungen und es ist dort logischerweise am kältesten und sehr windig. Zwei Lagen an Funktionskleidung und Mütze und Skimaske für den Kopf halten schön warm, sonst kommt man ja noch ins Schwitzen und das gefriert dann und ist sehr unangenehm. Der restliche Lauf nach dem Gletscher geht wellig bergab von rund 300 müM beim Gletscher bis zum Fjord, also Meereshöhe. Auch hier gibt es noch genug Schnee und Eis, aber zum Glück alle 5 km eine Verpflegungsstation mit warmem Tee. Der Lauf ist perfekt organisiert, zwei Ärzte des dänischen Veranstalters stehen während des Laufs zur Verfügung, es gibt nur eine Schotterpiste, so dass man nicht verloren gehen kann auch wenn man kilometerweit allein läuft, 60 Teilnehmer (rund 10 Frauen) verteilen sich ja schnell auf der Strecke. Nach gemütlichen 4:11 wurde ich 5.