Aktuelles vom Triathlon

Moret Triathlon

Freitag, 18. Juni 2010, 12:19

Moret – 4 min. Strafbank und (dadurch) gute Laufleistung

Ja, es stimmt: Ich habe erstmals eine Zeitstrafe erhalten!

Nein, es stimmt nicht: Es war keine Dame jüngeren Alters, der ich nahe ge­kommen bin. Hier hat die Redaktion schlampig recherchiert. Evtl. hat ja auch der Redakteur von sich auf andere geschlossen.

Es war ein unscheinbarer Mann mittleren Alters, der mich in Selbstüber­schätzung vor einem Anstieg überholt hat und dann langsamer wurde. Als zu­rückhaltender Mensch wollte ich die Situation noch etwas beobachten und dann überholen, als plötzlich eine blonde Dame auf dem Motorrad mir im Vorbei­fahren 4 min. aufbrummte. Da sie von hinten kam, hatte ich auch keine Chance, sie mit einem sympathisch-unschuldigen Blick oder dem Senioren-Mitleids­bonus zu beeinflussen. O. k., ich habe gelernt. Vielleicht kaufe ich mir doch einen kleinen Rückspiegel.

Was war sonst noch?

Mit dem Schwimmen in 39:20 (wahrscheinlich eher 1,9 km) bin ich zufrieden. In 2007, bei meinem ersten Triathlon in Wiesbaden, habe ich noch über 50 min. gebraucht und auch in 2009 war ich noch fast 44 min. unterwegs.

Für den ersten Wechsel habe ich etwa 7 min. verbraten. Da ist noch Luft.

Meine reine Radzeit von 2:47 kann ich schlecht einordnen. Sicher keine starke Zeit. Vielleicht mein Limit, vielleicht brauche ich noch mehr Raderfahrung (oder/und besseres Material), um meine Möglichkeiten auszuschöpfen.

Fürs Laufen habe ich die langjährige Erfahrung und somit auch ein gutes Ge­fühl für eine optimale Auslastung. Von Vorteil ist hier natürlich, dass danach, außer sich freuen und Bananen essen, nichts mehr kommt.

Die Voraussetzungen für eine gute Zeit waren ideal: Angenehmes Wetter, eine schnelle, flache Strecke, jede Menge Mitläufer, die ich locker überholen konnte und 4 min zusätzliche Erholung.

Meine Rundenzeiten: 32:00, 32:13 und 32:13. Im „Lena-Deutsch“: Wow, verdammte Axt, war das geil!

Das Gesamtergebnis von 5:16 (5:12) liegt im erwarteten Zeitkorridor.

Zum Schluss noch zwei Anmerkungen:

Wenn von 313 Finisher 310 jünger sind, wird wieder mal sehr deutlich, was für ein alter Sack ich bin. Die üblichen Verdrängungsmechanismen helfen da auch nicht mehr.

Dass ich in meiner Altersklasse „nur“ den zweiten Platz erreichen konnte, kann ich verschmerzen. Der Sieger war mit 5:05 deutlich besser und hat den Sieg verdient. Aber, dass der Sieger ausgerechnet aus Offenbach kommt, das trifft mich hart.

Jürgen Bäuerle

Von: Jürgen Bäuerle

 

 

 


 

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