Moret Triathlon
Dienstag, 15. Juni 2010, 08:44
BÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄM!!!!! Meine Bestzeit beim Moret-Triathlon 2010
Auch ich gehörte zu den Startern, die den Stern der Adler hoch am Himmel halten wollten. Trotz einer nicht ganz gelungen Saisonvorbereitung fühlte ich mich fit, um dieses Jahr endlich die 5-Stunden-Marke bei der Mitteldistanz zu unterbieten.
Dies war mir in den letzten beiden Jahren nicht gelungen, obwohl eigentlich schon längst im Bereich des Möglichen.
Kurz vor dem Fahrrad-Check-Inn gab es zwar noch einen Eintracht-internen Kampf Mensch gegen Fahrrad, in den u.a. mein Fahrrad verwickelt war, jedoch folgten anschließend überhaupt keine Probleme – ziemlich ungewöhnlich für den Chaos-Kapitän. Das verhieß schon mal einen guten Wettkampf!
Am Start war dann eine heitere Stimmung unter den versammelten Eintrachtlern, bis der Knall erfolgte und viele Arme das Wasser ein wenig aufwühlten. In der guten Stimmung hatte ich leider vergessen, meine Schwimmbrille vorher auszuwaschen, so dass diese andauern beschlug – keine schöne Situation beim Freiwasserschwimmen, aber nach 3 Waschpausen war dann dieses Problem dann endlich beseitigt, so dass ich mich endlich auf das Wasser konzentrieren konnte. Zwischen den Stahlgeräten des Baggersees hindurchzuschwimmen, macht sogar richtig Spaß, und nach 2 Kilometern und guten 32 Minuten war der Spaß sogar unerwartet früh vorbei. Als ich dann in die Wechselzone kam und sowohl Felix´ als auch Torstens Sachen dort noch unberührt waren, wusste ich, dass ich wirklich nicht so schlecht geschwommen war. Anschließend erfolgte ein trafo-typisch langer Wechsel von über 5 Minuten, in der mich die beiden dann auch wieder überholten, aber das kenne ich ja schon...
Beim anschließenden Radfahren machte ich dieses Mal zum ersten Mal nicht den Fehler, wie ein Irrer loszulegen, sondern konzentrierte mich von Anfang an darauf, dass mein Puls nicht in die Höhe schoss. Auch diese komplett kontrollierte Fahrt über die angeblich 1000 Höhenmeter (vermutlich eher 850-880 Höhenmeter) ließ mich einige Plätze gut machen, so dass ich nach 3:07 Stunden in die Wechselzone kam und beim Start der 3 Runden bzw. 20,7 km langen Laufstrecke noch über 1:40 Stunden Zeit hatte, um unter der Zielzeit von 4:50 zu bleiben.
Auch wenn ich mich gut fühlte, lief ich fast die gesamte Strecke ausschließlich pulskontrolliert, was sich wieder als die richtige Entscheidung erwies. Die erste Runde unter 31 Minuten, die zweite unter 32 und bei der dritten Runde wagte ich sogar noch, das Tempo für die letzten 3 Kilometer zu erhöhen, um mich sogar noch ein wenig an die 4:39:59 Stunden-Marke heranzulaufen. Dies gelang zwar nicht mehr, aber das war mir in dem Moment zu 99,99999999999999% egal – mit dieser Wahnsinns-Zeit von 4:40:40 Stunden hatte ich vorher mit Sicherheit nicht gerechnet. Schließlich hatte ich meine Bestzeit von 2 Jahren vorher mit einer Verbesserung um über 23 Minuten (!) pulverisiert, und das war einfach
**BÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄM!**
7 Wochen vor der Ironman-Premiere in Regensburg war dies genau der richtige Wettkampf, um nochmal ein paar Wochen lang gut zu trainieren. Vielleicht ist dort ja trotz der härteren Radstrecke sogar auch eine neue Bestzeit auf der Langdistanz möglich... ;-)
Von: Jens Trafkowski