Aktuelles vom Triathlon

Mitteldistanz im Allgäu am 23.7...

Sonntag, 07. August 2011, 12:19

"Liebe Triathletinnen und Triathleten, liebe Allgäu-Freunde:
in nunmehr 29 Jahren Allgäu Triathlon war`s nur einmal schlimmer mit dem Wetter: 1992 mischten sich bei noch niedrigeren Wasser- und Lufttemperaturen gar Schneeflocken in den Regen. Für die diesjährigen Verhältnisse müssen wir uns ja nicht entschuldigen, wohl aber dafür, dass es uns in der hektischen Situation nicht mehr gelungen ist, die Trainingskleidung kurzfristig in trockene Räume umzulagern. Es tut uns sehr leid, euch diese zusätzliche Widrigkeit zugemutet zu haben.
Unsere große Anerkennung gilt allen Athletinnen und Athleten, egal, wie sie sich entschieden haben: wer aus persönlicher Verantwortung auf einen Start verzichtet hat, wer an den Start ging und aufgeben musste oder wer sich bis ins Ziel durchkämpfen konnte – allen gebührt unser Respekt für ihre Entscheidung." (so der Triathlonveranstalter)

Leider haben die Teilnehmer diese  Info des Veranstalters erst nachträglich erreicht. Mir hat jedenfalls das 2011er-Wetter gereicht.
Die Bedingungen rund um den Alpsee waren (alp)traumhaft. Wassertemperatur: 16,4°.
Auf der Radstrecke: Permanenter Dauerregen mit Böen und heftigen Schauern bei einer Temperatur zwischen 8-10°. Es war also keine Spaßveranstaltung.
Nüchtern betrachtet, ist klar, dass die Schuhe, die ich mir für diese Radteilbedingungen angezogen hatte, für das Jürgelchen mindestens zwei Nummern zu groß waren.
Ich habe geflucht, vor Kälte gezittert und dem Wind/Regen entgegengeschrien: Du schaffst mich nicht!
Natürlich habe ich auch ans Aufgeben gedacht. Gegen Ende der ersten Runde war der Gedanke an eine heiße Dusche fast übermächtig.
Auch weil die längste und kurvenreichste Abfahrt am Schluss kommt und ich als regenfahrthassender Abfahrtsangstschisser ständig abbremste und unten fast meinen Ruhepuls und die niedrigste Körpertemperatur erreichte. Ich rettete mich, indem ich an die bevorstehenden Steigungen und an den näher rückenden Laufpart dachte.

Nun gut, ich habe auch die zweiten 40km rumgekriegt nach dem Motto: Möglichst schnell hoch und so langsam wie es geht, wieder runter. Als Lohn konnte ich eine Radzeit einfahren, die ich in einem Wettkampf nie wieder haben will.

Tiefgekühlt und mit steifen Fingern habe ich in der Wechselzone meine Laufschuhe nicht anbekommen. Erst als die Helfer einen Schuhlöffel gefunden hatten, konnte ich loslaufen.
Endlich laufen: Jetzt wird alles gut!
Die Wetterbedingungen wurden dann auch besser und fürs Laufen gut.
Mein Laufteil lässt sich in drei Abschnitte einteilen. Das erste Drittel brauchte ich zum Auftauen. Im zweiten Drittel lief es gut. Im letzten Drittel hatte ich zunehmend Oberschenkelprobleme. Richtig ins Schwitzen bin ich allerdings in keinem Drittel gekommen, obwohl ich die ganze Zeit meine Regenjacke und Radhandschuhe anhatte.

So, jetzt habe ich genug gejammert!  Was war positiv?
Das Finisherbüfett war gut und reichhaltig.
Das anschließende mind. halbstündige Duschen war eine Wonne.
Bei zwei Finisher in der der AK 60 bin ich sogar noch aufs Podest gekommen.
Das abendliche Treffen/Essen in der Campingplatzkneipe mit den anderen Eintrachtfinisher (Klaus(ebenfalls MD) sowie Malte Truschkowski und Ralf Kinast(OD)) samt Anhängerschaft war gemütlich.

Zum Schluss noch einen Glückwunsch an Martin Janousek, der beim Allgäu Olymp eine ausgezeichneten 5. Platz belegte.

 

Von: Jürgen Bäuerle

 

 

 


 

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