Marathon op Kölsch
Dienstag, 20. Oktober 2009, 12:57

Marathon op Kölsch - die zweite Auflage
Nachdem ich letztes Jahr aus dienstlichen Gründen auf meinen geliebten KölnMarathon verzichten musste, wollte ich dieses Jahr wieder an den Start gehen, und zwar wie zwei Jahre vorher wieder kostümiert. Dafür hatten sich dieses Jahr noch 3 weitere Freunde zusammengefunden, für die sich ein laufbahres Kostüm finden musste und da bot sich eine Verkleidung an, die in meiner Familie aufgrund der regen Beteiligung am Karnevalszug im Rheinlande in größerer Menge zur Verfügung stand: Gartenzwerge! Standesgemäß fand der Abend vor dem Wettkampf, welcher zur Kostümübergabe und weiteren Organisation notwendig war, auch nicht bei einem großen Pastaessen statt, sondern bei dem ein oder anderen Kölsch und herzhaftem Essen in einem Kölner Brauhaus.
Gut gelaunt versammelten wir uns am nächsten Tage eine halbe Stunde vor dem Start, um noch schnell beim Kostümwettbewerb anzutreten und uns dann zum Startblock zu begeben. Eigentlich hätten wir aufgrund unserer Qualifikationszeiten in den ersten Block gehört, aber wir konnten den Ordner nach ein paar Erklärungen, dass wir an diesem Tage alles andere als schnell unterwegs sein würden, doch noch überzeugen, ans Ende des zweiten Startblocks zu gehen. So würden wir den ambitionierteren Läufern nicht im Wege herumlaufen.
Wer in Köln schon mal gestartet ist, der weiß, dass dort vor dem Start eine lockere Feierstimmung mit viel kölscher Partymusik herrscht, bei der wir natürlich voll dabei waren. Relativ schnell nach dem ersten Start fingen auch wir dann an, uns zu bewegen hey, es geht ja schon los! Aufgrund des Regens vorher waren anfangs zwar nicht wenige, aber nicht ganz so viele Zuschauer wie üblich am Streckenrand. Das kam uns bei km 4 entgegen, als wir wensetlich einfacher Lars´ Frau finden konnten, die uns nach einer kleinen Foto-Session den Babyjogger mitsamt kölscher Partymusik übergab so machte das Laufen natürlich noch mehr Spaß! An vielen Stellen findet auch so genügend Party statt, aber oftmals waren wir die Lautstärken- und Taktangeber im großen Felde. Allerdings wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie hart es ist, während des Laufens laut zu singen oder war´s doch das Laufen während des lauten Singens? ;-) Aber es war einfach schön, in der Heimat zu heimatlicher Musik angefeuert zu werden. Belohnung für diese Mühen waren dann die eiskalten Kölsch-Flaschen, die wir bei km 15 in Empfang nehmen konnten und uns bis zum Ziel begleiteten. Auch wenn es nicht leicht ist, dieses leckere Gebräu während des Laufens zu trinken, durfte ich feststellen, dass es einfach gar köstlich geschmeckt hat.
Naja, letztlich kamen wir mit NPS (Neuer Persönlicher Schlechtestzeit) nach 4´44 Stunden im Ziel an, wo wir als Gruppe direkt interviewt worden. Aber auch von vielen Teilnehmern wurden wir angesprochen, die sich für die musikalische Unterstützung bedankten. Und eines ist jetzt schon klar nächstes Jahr sind wir wieder dabei! :-)
Von: Jens Trafkowski