Aktuelles vom Triathlon

Der Sibirische Euregio'athlon in Bütgenbach (Belgien)

Sonntag, 27. Juni 2010, 11:18

Manchmal bringt es tatsächlich was, kleinere Anzeigen in irgendwelchen Sportzeitschriften zu überfliegen. Denn so kann man sich in Belgien beim Euregio’athlon im beschaulichen Bütgenbach anmelden.

Gestärkt durch den Kurzbesuch in Köln bei der Familie und im Reissdorf (Kölner Brauhaus) ging es gut gelaunt am Sonntagmorgen nach Bütgenbach. Die gute Laune wurde leider durch die niedrigen sommerlichen Außentemperaturen von 6°C gebremst. Kurzzeitig kam jedoch wieder bessere Stimmung bei der Anmeldung auf: In Belgien spricht man Eifeler Platt (hört sich an wie Kölsch auf dem Land: Bütgenbach wird zu Büttchenbach).

Schon bei der Startnummernausgabe war klar, dass der ganze Triathlon klein aber fein ist. Für die Mitteldistanz (1,9km Schwimmen, 86km Radeln und ca. 21km Laufen) waren ursprünglich 232 Teilnehmer gemeldet – 192 sind gestartet und 178 ins Ziel gekommen. Zusätzlich gab es noch ein paar Staffeln.

Der großzügige Wechselplatz war schnell eingerichtet und der Triathlon konnte beginnen. Kurz vor dem Start wurde dann auf Grund der Temperaturen (6°C Außentemperatur gegenüber 16°C Wassertemperatur) die Schwimmstrecke auf 1400m gekürzt. Die Änderung basierte auf irgendeiner Regelung, die mir aber leider unbekannt war und bis heute blieb. Egal, Hauptsache um 9:30 Uhr wurde pünktlich am See gestartet. Zu schwimmen waren 2 Runden a 700m, die durch einen kurzen Landgang unterbrochen wurden. Der Veranstalter bezeichnete das Schwimmen inklusive Landgang als „Australischer Variante“, das ich nach 26:42min beenden konnte.

Schnell war der Wechsel nicht, aber 6°C erfordern einfach lange Oberbekleidung, die man ja auch anziehen muss. Gefroren hab ich trotzdem auf den zwei Runden a 43km und das, obwohl es eine Bergwertung mit einem 1,2km langen Anstieg gab. Durch den Naturpark Eifel ging es hoch und runter und zwischen Belgien und Deutschland hin und her. Nach 2:54:10 durfte ich das Rad abstellen und mich endlich auf die Laufstrecke begeben.

Erstaunlicherweise ging es beim Wechsel relativ schnell, da nicht die Hände unter dem leichten Regen und Kälte eingefroren waren sondern nur die Füße. Somit lag der Fokus beim Laufen in der ersten Runden beim Auftauen der Füße und nicht bei einem gleichmäßigen Tempo. Zudem läuft es sich mit langem Radtrikot nicht so gut (hoffe, das geht als Ausrede durch). Nach dem Wechsel von lang auf kurz lief es sich direkt ein wenig entspannter und gleichmäßiger. Die Runde 2 und 3 über Campingplatzwiesen und am Rande des Stausees ging dann wie von selbst und so freute ich mich nach 1:35:30 endlich ins Ziel einlaufen zu können.

Gestärkt durch das übliche alkoholfreie Bierchen und eine warme Suppe konnte ich mich nun auch endlich mit der Zielzeit beschäftigen, die bei 5:01:16 lag, was gleichzeitig den 79. Gesamtplatz darstellte.

Fazit: Trotz Kälte hat es Spaß gemacht und grundsätzlich bin ich mit der Zeit zufrieden. Zudem bin ich um eine Erfahrung reicher hinsichtlich der Temperaturen und entsprechender Kleidung (Danke Jens für die Weste). Wer also im nächsten Jahr bei einer gut organisierten Mitteldistanz starten möchte und sich auch nicht vor vielen Belgiern mit Land-Kölsch-Akzent fürchtet, ist hier genau richtig.

Von: Lars Hesemann

 

 

 


 

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