Bergmarathon in der Schweiz
Mittwoch, 09. September 2009, 11:03
Am letzten Wochenende war ich wiedermal in der Schweiz bei einem Bergmarathon. Ich laufe lieber solche Marathons als in der Stadt. Am Freitag dem Anreisetag hatte es wie vorhergesagt nur geregent. Waren also keine guten Vorsätze. Den Abendnachrichten zufolge könne es in der Nacht sogar bis auf 1700 Meter runter schneien. Der erste Weg am Lauftag (Samstag) war auf die Terrasse. Ein ganz klarer Himmel und keine einzige Wolke. Es würde also einen schönen Tag geben.
Unser Hotel in dem wir schon seit Jahren wohnen ist das Bellevue in Wengen. Die Strecke führt direkt am Haus vorbei. Man könnte dort zur Not seine Sachen wechseln. Wir sind dann um 7 Uhr nach Interlaken zum Start gefahren. Der Startschuß um 9 Uhr wurde Traditionell mit 3 Böllerschüssen begleitet. Zuerst läuft man vom Start weg eine ca. 4 Km Runde um dann nochmals am Start vorbei zukommen. Danach geht es zum Brienzersee. Jetzt geht es am Flugplatz vorbei Richtung Wilderswil und weiter nach Lauterbrunnen. Hier ist auch die HM Marke erreicht. Bis hierher hat man aber kaum an Höhenmetern gewonnen.
Nach einer 3 Km Schleife durch das Lauterbrunnental erreichen wir Km 25,5. Ab hier fängt der Lauf erst richtig an. Es folgen 26 Serpentinen nach Wengen hoch wo 500 Höhenmeter zurückgelegt werden. Von hier aus geht es bis auf 300 Metern (Hauptstraße in Wengen) nur noch hoch. Immerhin sind auf den letzten 12 Km noch 1000 Höhenmeter zu absolvieren. Aus Wengen raus dann Richtung Wengernalp läuft man zeitweise parallel zur Zahnradbahn. Bis Km 39,5 geht es gut zu laufen aber immer nur hoch. Zwischendurch auch mal ein paar kleinere kräftige Anstiege.
Wenn man bei Km 39,5 angekommen ist, kann man verschnaufen. Von hier aus führt nur noch ein einspuriger Weg hoch zur bekannten Moräne. Hier kann man auf 100 Metern überholen. Das bringt aber auch nicht mehr viel. Außerdem steht auf der Moräne der weltbekannte Dudelsackspieler. Jetzt geht es mal kurz bergab dann aber sofort wieder zum letzten Anstieg. Wenn dieser erreicht ist geht es die letzten 800 Meter leicht Bergab ins Ziel auf der kleinen Scheidegg.
Nach dem Zieleinlauf die Medaille bekommen und dann ab unter die heiße Dusche. Während des Laufes war die Stimmung und Verpflegung optimal. Auch an den unmöglichsten Stellen gab es Getränke. Dieser Lauf ist sehr zu empfehlen. Meine Zeit war 05.22.15 Std
Von: Michael Bieneck