Aktuelles vom Tennis

Dienstag, 25. April 2017, 12:13

Zeitgleich zum Heimsieg der Profi Fußballer am vergangenen Samstag fand auf der Tennisanlage im Riederwald der erste Blindentennis-Workshop im Raum Frankfurt statt.
Im vergangenen Jahr gründete die Tennisabteilung eine Trainingsgruppe für Blinde und Sehbehinderte. Beim Blindentennis wird mit einem deutlich größeren, weicheren und damit leichteren Ball als der herkömmliche Tennisball gespielt, der in seinem Kern kleine Metallstäbchen trägt, so dass die Spieler alleine durch das akustische Geräusch beim Auftrumpfen des Balles seine Position, Flüghöhe und Geschwindigkeit ermitteln können. Gespielt wird auf dem normalen Tennisplatz, auf dem die taktil fühlbaren Linien eines Sandplatzes als Orientierung dienen.
Durch diverse Auftritte in Rundfunk und Presse (sat1 regional www.1730live.de/beitrag8-62/; rtl hessen www.rtl-hessen.de/video/15600/blindentennis-in-frankfurt) wurde eine sehr hohe mediale Präsenz für Trainingsmöglichkeiten im Bereich Blindentennis in Frankfurt geschaffen und somit auch Blinden- und Sehbehindertenverbände aus ganz Deutschland auf die Tennisabteilung der Eintracht Frankfurt aufmerksam.
So entstand auch die Idee zur Ausrichtung eines ersten Blindentennis-Workshops. Simon Bienlein, verantwortlich für den Arbeitskreis Sport beim Blinden- und Sehbehindertenverband in Bayern, kam so auch auf den Tennis Abteilungsleiter Michael Otto zu, der anschließend gemeinsam mit Eintracht Tennistrainer Samuel die Organisation des Events übernahm.
Insgesamt 17 Teilnehmer kamen aus Bayern am vergangenen Samstag Vormittag auf die Tennisanlage im Riederwald, um den Tennissport kennenzulernen.
Knapp 2,5 Stunden wurden die Teilnehmer in die Grundlagen des Blindentennis eingeführt, die sich vorallem aus den Bereichen Orientierung im Raum, Antizipation und Imagination zusammensetzen.
Die Organisatoren zogen am Ende des Tages eine sehr positive Bilanz des Tages und freuen sich auf die kommenden Aufgaben im Bereich Blindentennis bei der Eintracht."