Aktuelles vom Rugby

Rugby-Herren: Historische Klatsche.

Dienstag, 19. November 2013, 08:52

 

Beim 0:106 (0:47) gegen Rottweil erlebt Eintracht Frankfurt die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte im DRV-Pokal. Die Eintracht-Frauen schlagen mit der SG RheinMain die Tabellenführer aus Köln in letzter Sekunde 25:22.

Ein Rugbyspiel dauert 80 Minuten, da half es der Eintracht nicht, dass sie ihr Spiel gegen den RC Rottweil 25 Minuten lang durchaus offen gestalten konnte. Hatten die Frankfurter in den vorigen Spielen stets den Auftakt verschlafen, hielten sie diesmal zehn Minuten nach Ankick und 15 Minuten nach der Halbzeit stand. Danach brachen alle Dämme.

Die körperlich und spielerisch vor allem in der Hintermannschaft enorm starken Südbadener rannten insgesamt 16 Versuche ins Frankfurter Malfeld und waren kaum zu stoppen. Hinzu kam, dass sie das heute katastrophale Frankfurter Kickspiel konsequent ausnutzten: Allein in der ersten Halbzeit fielen fünf Versuche im Anschluss an misslungene Kicks.

Der ersatzgeschwächten Eintracht gelang nichts. Ohne sieben verletzte oder verhinderte Stammspieler musste Spielertrainer Thomas Nöth die Mannschaft erheblich umstellen, bei einem Gegner vom Niveau der Halbprofis aus Rottweil machte sich die fehlende Eingespielt bemerkbar. „Aber auch mit der Stammformation wären wir heute nicht als Sieger vom Platz gegangen, allerdings hätten wir gern ein paar Punkte erzielt“, sagte Spielführer Benjamin Krieg nach der dritten zu-Null-Niederlage in Folge.

Auch die älteren unter den 143 Zuschauern konnten sich nicht an eine dreistellige Niederlage in der Wettbewerbs- Geschichte der Rugby-Abteilung erinnern. Und zugleich zeigt die Klatsche die Krux der Ligareform auf: Während in Frankfurt durchweg Eigengewächse aus der Region spielen, sind die ambitionierten Rottweiler gespickt mit starken Spielern vor allem aus dem traditionellen Rugbyland Rumänien, die dem Vernehmen nach bei Sponsoren des Rugbyclubs bürgerliche Jobs erhalten, um dem Sport in Ruhe nachgehen zu können.

„Es war uns von vorne herein klar, dass wir es im DRV-Pokal schwer haben werden, unsere Mannschaft hat vor drei Jahren noch Hessenliga gespielt, der rasante Aufstieg ist toll, aber schwer zu bewältigen“, kommentiert Thomas Nöth. „Allerdings ist es schon ein verzerrter Wettbewerb, wenn echte Amateure gegen Profi-Legionäre antreten. Für uns ist das eine neue Erfahrung.“

Am Samstag, 23. November, muss Eintracht Frankfurt bei TSV Handschuhsheim II antreten. Im Hinspiel war man der Mannschaft aus Heidelberg mit 22:50 unterlegen, hatte aber drei eigene Versuche erzielt.

Last-Minute-Sieg für Rugby-Frauen gegen Köln

Mehr zu lachen gibt es derzeit bei den Frankfurter Rugby-Frauen, die in der SG RheinMain (mit Mainz) nicht nur Sieg an Sieg reihen, sondern auch regelmäßig Versuche erzielen und ihre Anhänger immer wieder bis zur letzten Minute unterhalten – oder zittern lassen. Auch gegen den ASV Köln, immerhin Tabellenführer  der Frauenbundesliga, erzielte Sinja Sussek den entscheidenden Versuch zum 25:22 Sieg erst in der letzten Spielsekunde.

Das war auch bitter nötig, denn wenige Minute zuvor hatten die Rheinländerinnen mit ihrem vierten Versuch die Führung zum 20:22 übernommen und zudem das Spiel nach der Pause deutlich dominiert. In der ersten Hälfte waren es dagegen die Frankfurterinnen und Mainzerinnen, die Druck machten und durch Anna Krauskopf, Holly Mallins, Jessica Soekeland und Sinja Sussek eine deutliche Führung heraus spielten.

Doch dem setzten die Kölnerinnen ihrerseits vier Versuche, zuzüglich des einzigen gelungen Erhöhungskicks, entgegen und drängten die SG RheinMain über lange Phasen der zweiten Hälfte in die Defensive. Die sowas gewohnten Gastgeberinnen hielten jedoch stets dagegen und konnten daher verdient mit dem Abpfiff jubeln.

„Das Spiel war überraschend. Die Mädels haben Phasen gespielt, haben variantenreich gespielt und dagegen gehalten, das hat mir gut gefallen. Aber wir sind erheblich unter Druck geraten, da ist unser Spielverhalten noch ausbaufähig“, kommentierte Trainerin Suse Wodarz. Das quasi nicht vorhandene Kickspiel des Teams sollte ihr allerdings zu denken geben.

Am Samstag 23. November treten die Rugby-Frauen der Eintracht beim Regionalliga-Turnier im olympischen Siebener Rugby in Mainz an.

Nächstes Spiel der SG RheinMain ist am 30.November beim Tabellennachbarn SC Neuenheim.

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