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Herren überzeugen gegen Neckarsulm - Frauen verlieren unglücklich mit 12:19.

Montag, 17. November 2014, 11:31

Mit 23:12 (13:7) beherrschen die Rugby-Herren der Eintracht in Frankfurt die Sportunion Neckarsulm im Ligapokal.
Die SG RheinMain verliert in der Frauenbundesliga 12:19 (5:5) gegen St. Pauli. Weitere Heimspiele der Herren am 22. und 29. November in Frankfurt.

Herren: Mit einer durchgehend starken Leistung konnte die Rugby-Eintracht im ersten Heimspiel der Saison glänzen: Der deutliche 23:12 Sieg gegen die zuvor hoch gehandelte Mannschaft aus Neckarsulm lässt die Vorfreude der Frankfurter auf die anstehenden zwei Heimspiele deutlich steigen. Nachdem die bisherige Saison denkbar schlecht verlief – ausschließlich Auswärtsspiele, lediglich ein Sieg in Mainz, teilweise deftige Niederlagen, Punktabzug am grünen Tisch – hat die erfahrene Rugbymannschaft endlich ihr Potential genutzt und dem bisherigen Tabellenzweiten eine nur kurzzeitig gefährdete Niederlage beigebracht.
Man merkte der Eintracht die Spielfreude an: Vom Ankick weg zeigten die Frankfurter vor 120 Zuschauern bei guten äußeren Bedingungen, dass sie gewinnen wollten und setzten die Gäste aus Schwaben dauerhaft unter Druck. Denen gelang es nicht, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien und die wenigen Befreiungsschläge wurden von der hoch konzentrierten Frankfurter Hintermannschaft postwendend returniert.
Recht früh konnte die Eintracht diese Dominanz in Punkte verwerten: Nach 15. Minuten wuchtete Christian Sztyndera aus einem der typischen Frankfurter Sturmangriffe aus dem Paket den Ball über die Linie. Den Erhöhungskick konnte er nicht verwandeln. Dafür legte sechs Minuten später Außendreiviertel Stefan Kuchta einen sehr schnell und sauber quer über den Platz durch die Hintermannschaft gespielten Ball neben der Eckfahne zum 10:0 ab. Zwar misslang die Erhöhung, doch konnte Sztyndera in der 31. Minute durch Straftritt das 13:0 erzielen.
Ob es an dem kraftraubenden Spiel der Eintracht lag oder ob sich die Nerckarsulmer auf ihre Fähigkeiten besannen ist unklar, jedoch begannen sich die Gäste aus der Frankfurter Umklammerung zu befreien. Nicht unverdient war das folgende 13:7 durch erhöhten Versuch nach schnellem Passspiel in der 35. Minute. Und auch nach der Pause gestalteten die Gäste das Spiel ausgeglichener. Sogar im Sturmspiel waren sie ebenbürtig und so kam es zu einem für die Eintracht seltenen Erlebnis, Neckarsulm verabreichte den Frankfurtern deren eigene Medizin: Der Sturm wurde zurückgedrängt, aus einem Paket heraus erzielten die Gäste in der 61.Minute einen Versuch zum zwischenzeitlichen 13:12.
Man hat Frankfurter Mannschaften in solchen Situationen auseinanderfallen sehen. Aber nicht an diesem Samstag. Bemerkenswert, wie entschlossen die Eintracht wieder in ihr Spiel fand. Nur fünf Minuten später schloss erneut Christian Sztyndera einen Sturmangriff aus dem Paket hinaus zum 18:12 ab. Von da an liess die Eintracht nichts mehr anbrennen und kontrollierte das Spiel bis zum Schluss. In der 77. Minute erzielte erneut Sztyndera nach einem Sturmangriff den wichtigen vierten Versuch, durch den die Eintracht sich einen Bonuspunkt verdiente.
„Wir alle waren richtig heiß auf dieses Spiel, das hat man schon im Training unter der Woche gemerkt. Wir haben aus den Niederlagen gelernt. Heute war die Mannschaft von der ersten Minute an hellwach und entschlossen“, kommentiert Mannschaftskapitän Benjamin Krieg. „Unsere Heimpremiere wollten wir klar gewinnen. Und natürlich hilft, zuhause auf mehr Spieler zurückgreifen zu können als auswärts.“
Die Herren haben nun zwei Heimspiele in Folge gegen Gegner auf Augenhöhe:
• Eintracht RUGBY vs. Bonn: Samstag, 22. November, 14.00 Uhr
• Eintracht RUGBY vs. Düsseldorf, Samstag, 29. November, 14.00 Uhr (evtl. auch am Sonntag, ist noch nicht 100%)

Sportplatz der Philipp-Holzmann-Schule, Siolistraße/Miquelallee.
Zu beiden Spiele ist der Eintritt frei, Getränke und Speisen preiswert vor Ort.

Frauen: SG RheinMain verliert nach großem Kampf gegen St. Pauli
In einem verrückten Spiel konnte sich die SG RheinMain lange behaupten und musste nach einem absurden Versuch die späte 12:19-Niederlage akzeptieren.

Von Anfang an verteidigte die SG Rheinmain in der Frauenbundesliga das eigene Malfeld verbissen. Durch ihre pfeilschnellen Konterspielerinnen konnten sie gegen die körperlich starken Hamburgerinnen immer wieder empfindliche Nadelstiche setzen. Trotzdem ging das Heimspiel letzten Endes unglücklich, aber nicht unverdient mit 12:19 (5:5) verloren.
Obwohl sich die ersten zehn Minuten komplett in der Hälfte der aus Eintracht und RC Mainz bestehenden SG Rheinmain abspielte, waren es die Gastgeberinnen, die zuerst punkteten: Nora Pfaffner konnte den Ball im eigenen 22 Meterraum erobern, zog dynamisch und unaufhaltbar davon, um sehr sehenswert zum 5:0 abzulegen.
Das änderte wenig am Spielverlauf: Pauli drängte, Rheinmain verteidigte, meist in der Hälfte der Heimmannschaft und in der 30. Minute konnten die Hamburgerinnen einen Sturmangriff zum 5:5 abschließen. Und weiter hielt die SG dem Druck der starken, aber einfallslosen Hanseatinnen stand, bis in der 65. Minute erneut ein Sturmversuch zum 5:12 erzielt wurde.
Doch mit ihrer never-say-die-Mentalität konnten die Gastgeberinnen nur 5 Minuten später wieder anschließen. Erneut eroberten sie den Ball tief in der eigenen Hälfte und diesmal war es die Frankfurterin Corinna Völker, die unwiderstehlich über das gesamte Feld den sie hetzenden Paulianerinnen davonrannte und zum Versuch niederlegte, den Jessica Soekeland zum 12:12 erhöhte.
Dramatisch dann die 75. Minute: St. Pauli konnte einen auf die Stangen gesetzten Penalty nicht verwandeln, es gelang ihnen jedoch, den von der SG eigentlich gesicherten Ball noch im Malfeld zurück zu erobern und zum Spiel entscheidenden Versuch abzulegen: Endstand 12:19, die SG RheinMain hatte bravourös gekämpft und gegen letzten Endes stärkere Gegnerinnen das Spiel sehr lange offen gehalten um dann unglücklich zu verlieren. Nächstes Spiel der Rugby-Damen ist am 29. November bei Germania List.

 

Dank auch an das Schiedesrichter-Trio aus Rheinland-Pfalz welche beide Spiele souverän leiteten.

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Twitter: @RugbyEintracht Pressekontakt: Rolf Krämer, 0171 3514344, kraemer@lunapark64.de

 

 

 


 

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