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Unglaublich: Claudia Salman-Rath Dritte bei Hallen-EM

Montag, 06. März 2017, 09:26

Mehrkämpferin Claudia Salman-Rath (Foto: Iris) wurde am Sonntag bei der Hallen-EM in Belgrad (Serbien) in einem hochklassigen Weitsprung-Wettkampf Dritte und kratzte gar an den magischen sieben Metern.



Damit schien sie selbst nicht gerechnet zu haben: Claudia Salman-Rath hat bei der Hallen-EM Bronze gewonnen. Und zwar nicht im Mehrkampf, sondern im Weitsprung. Und das in einem absolut hochklassigen Wettkampf.

Im Verlauf der Hallen-Saison hatte sie bereits wieder einmal unter Beweis gestellt, dass sie nicht nur eine erstklassige Siebenkämpferin ist, sondern auch im Weitsprung mit den Spezialistinnen mithalten kann. Mit einer Hallen-Bestleistung von 6,44 Metern und einer Freiluft-Bestmarke von 6,73 Metern war sie in das Jahr gestartet.

Ihre Hallen-Bestweite übertraf sie danach reihenweise: 6,47 Meter in Frankfurt, 6,60 Meter in Erfurt, 6,76 Meter in Berlin. Danach gewann sie mit 6,72 Metern den Titel bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften. Bei der Hallen-EM in Belgrad flog sie in der Quali gleich im ersten Versuch auf 6,79 Meter – schon wieder Bestleistung. Doch damit nicht genug. Im Finale glänzte sie wieder gleich im ersten Versuch: 6,84 Meter. Schon wieder Bestleistung.

Aber sie ließ im fünften Versuch sogar noch eine Verbesserung folgen: 6,94 Meter. Nur sechs Zentimeter bis zu den magischen 7,00 Metern! Und auch ihre ganze Serie ist beeindruckend: 6,84 – 6,71 – 6,65 – 6,67 – 6,94 – 6,87 Meter. Unglaublich! In der Halle sind mit Heike Drechsler (7,37 m), Helga Radke (7,09 m) und Alexandra Wester (6,95 m) nur drei deutsche Frauen je weiter gesprungen als Claudia Salman-Rath.

In Belgrad bedeuteten die 6,94 Meter Rang drei hinter der Olympia-Dritten Ivana Spanovic aus Serbien und der Britin Lorraine Ugen, die mit 7,24 und 6,97 Metern jeweils Landesrekord sprangen. „Ich habe mir das vorher überhaupt nicht zugetraut. Die Weite kam genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagte Claudia Salman-Rath nach dem Wettkampf gegenüber leichtathletik.de. „Ich bin immer noch sprachlos und brauche etwas, um das zu realisieren“, schrieb sie später auf Instagram.

Und angesprochen darauf, ob sie nicht doch zu den Spezialistinnen wechseln wolle, sagte sie: „Ich werde mit dem Mehrkampf weitermachen, auch wenn ich mit meinem Trainer noch einmal darüber rede. Der Mehrkampf ist schon meine Leidenschaft. Im Sommer sind dann wieder die anderen Weitspringerinnen da und es gibt schon sehr viel Konkurrenz im eigenen Land. Ich vermisse den Mehrkampf schon dolle.“ Aber den einen oder anderen Ausflug zum Weitsprung wird sie sich sicherlich nicht nehmen lassen.

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Von: Anja Herrlitz

 

 

 


 

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