Aktuelles aus der Leichtathletik

Homiyu Tesfaye glänzt bei Berliner Halbmarathon

Sonntag, 02. April 2017, 13:16

Homiyu Tesfaye lief am Sonntag beim Berliner Halbmarathon ein starkes Rennen und verbesserte sich um 4:19 Minuten auf 62:58 Minuten. Katharina Heinig hingegen erwischte kein optimales Rennen (Foto: SCC Running).



Ganz selbstbewusst hatte Homiyu Tesfaye im Vorfeld des Halbmarathons gesagt, er wolle eine Zeit um 61, 62 Minuten laufen – und das als Mittelstreckenspezialist. Damit wäre er in die Top-Ten der ewigen deutschen Bestenliste gerannt. Ganz so schnell wurde es am Sonntag dann allerdings doch nicht, auch wenn er das Rennen mutig anging.

Die ersten fünf Kilometer lief er in der Spitzengruppe in 14:29 Minuten und lag auf Kurs zu einer Zeit von 61:29 Minuten. Allerdings war es auch recht windig und so fiel Tesfaye danach etwas zurück und wurde auch ein wenig langsamer, während die Läufer in der Spitze weiter forcierten. Auf der Zielgerade sprintete er noch einmal und erreichte das Ziel als bester Deutscher nach 62:58 Minuten auf Rang sieben, seine Bestzeit verbesserte er um 4:19 Minuten. Er strahlte.

„Am Anfang bin ich das Tempo vorne mitgegangen. Aber als ich etwa bei Kilometer sieben gesehen habe, dass die anderen den Kilometer unter 2:50 Minuten laufen, habe ich gemerkt, dass das zu schnell für mich ist. Und ich wollte unbedingt ins Ziel kommen“, sagte er nach dem Rennen. „Ich wollte unter 63 Minuten laufen und das habe ich geschafft. Als 1500-Meter-Läufer kann ich damit zufrieden sein.“

Dieses Jahr will er trotzdem weiter auf die 1500 Meter setzen. „Ich will bei der Team-EM und bei der WM in London laufen.“ Was im nächsten Jahr ist, will er noch offen lassen, vielleicht wagt er auch den Schritt auf die längeren Strecken. „Ich kann den Halbmarathon noch schneller laufen.“

Auch Katharina Heinig ging das Rennen mutig an. 16:57 Minuten benötigte sie für die ersten fünf Kilometer und lag damit auf Kurs zu einer Zeit um 71:30 Minuten. Das hätte genau dem entsprochen, was sie als Ziel ausgegeben hatte: Ihre Bestzeit von 72:55 Minuten deutlich zu unterbieten. Zudem hätte sie damit den Leistungsnachweis von 73:15 Minuten erbracht, den der DLV nach ihrer Marathonzeit von 2:28:34 Stunden im vergangenen Herbst in Berlin noch für einen WM-Start im Sommer fordert.

„Die Strecke hier beflügelt. Außerdem habe ich mich darauf gefreut, gegen die deutsche Spitze und vor allem gegen Mocki zu laufen. Dann hatten wir am Anfang eine Gruppe, die rollte – da bin ich mitgerollt, auch um mich vor dem Wind zu verstecken“, erzählte sie. „Aber wahrscheinlich wäre es besser gewesen ruhiger anzugehen, dann hätte ich das Tempo eher halten können.“

Denn auch sie wurde in der Folge langsamer, lag bei Kilometer 15 aber noch auf Kurs, um zumindest die geforderten 73:15 Minuten zu unterbieten. Doch das Tempo konnte sie auf den letzten Kilometern nicht halten. Auf der Zielgerade gab sie alles, aber es reichte nur zu 73:25 Minuten, zehn zu viel. Erschöpft brach sie im Ziel zusammen und wurde auf einer Trage aus dem Zielbereich gebracht. Wenig später stand sie aber schon wieder.

„Die Zeit ist nicht schlecht“, sagte sie, fügte aber auch hinzu: „Ich traue mir eine 70er-Zeit zu.“ Sie habe sehr gut trainiert, in der Höhe so gut wie noch nie. „Aber vielleicht waren die zwei Wochen zwischen meinem Trainingslager in Kenia und dem Start in Berlin zu wenig und ich hätte ein bis zwei Wochen mehr gebraucht.“

34.000 Läufer gingen am Sonntag an den Start. Die Sieger des Marathons waren die Keniane Joan Melly (68:45 min) und Gilbert Masai (59.57 min).

> Ergebnisse

Von: Anja Herrlitz

 

 

 


 

Kontakt

Wolfram Tröger
Abteilungsleiter

Tel.: +49 171 - 62 59 641
troeger(at)t-online.de

 

Förderverein Leichtathletik

Förderverein Leichtathletikteam Frankfurt am Main
 

Leichtathletik Report

Eintracht Frankfurt Leichtathletik Report