Rückraum ohne Durchschlagskraft
Dienstag, 13. Dezember 2011, 17:21
HSG Seckbach/Eintracht – TV Bad Vilbel 28 :32 (11:12)
Eine herbe und bittere Niederlage musste die HSG Seckbach/Eintracht im Rennen um die Qualifikationsplätze der zukünftigen gemeinsamen BZO FFM/WI gegen den TV Bad Vilbel hinnehmen. Die HSG verlor verdient mit 28:32 und ist froh, dass sie nach zuletzt magerer Kost in die Weihnachtsferien gehen darf. Der gute Auftakt ist nun endgültig verspielt und im letzten verbleibenden Vorrundenspiel beim Meisterschaftsaspiranten SG Nied dürfte wohl auch nicht viel zu holen sein.
Durchaus engagiert ging die HSG in das Spiel. Im Deckungsverband wurde aktiv gearbeitet und dahinter stand ein zuverlässiger Torwart Gündel. Leider brachte aber die Offensive nur wenig zustande, so dass Tore Mangelware waren. Nach knapp einer Viertelstunde stand es 5:5 und in das Angriffsspiel zogen sich mehr und mehr Fehler ein. Entweder wurde zu überhastet abgeschlossen oder der Ball wurde zu ungenau gepasst. Die Konsequenz war ein drei-Tore-Rückstand mit 9:12, der in den beiden letzten Minuten aber fast noch ausgeglichen werden konnte.
Es folgte ein ausgeglichenes Spiel, indem sich aber die HSG schwer tat Anschluss zu halten. Einerseits stand die Deckung zunehmend unsicherer, andererseits hatte der komplette Rückraum der HSG einen rabenschwarzen Tag. Zwar bemühte sich der engagiert auftretende Spielmacher Muhr das Angriffsrad in Schwung zu bringen, doch seine Nebenleute folgten ihm nicht. Becker und Ackerman fielen wiederholt wegen Verletzung aus, Neuzugang Lüpold und Bechstein verhedderten sich in der gut gestaffelten Vilbeler Deckung und auch Christ und Wirmer konnten keine entscheidenden Akzente setzen. Einzig die Außen Goppelsröder und Könze sowie Kreisläufer Stange hielten die HSG mit dem 21:20 Führungstreffer im Spiel. Dagegen zeigte die gesamte Deckung nach 45 Minuten Auflösungserscheinungen und konnte im Spiel 1 gegen 1 dem TVB nichts mehr entgegen setzen. So zeigte sich der Gast in punkto Körpersprache und Siegeswillen sehr präsent und verdiente sich die Punkte in der Friedrich-Ebert-Schule völlig verdient, indem er sich in den letzten 10 Minuten deutlich absetzte.
HSG: Gündel/Jung; Goppelsröder 10/3, Stange 5, Könze 3, Muhr 3, Scheitza 2, Christ 2, Lüpold 1, Wirmer 1, Bechstein 1, Becker, Ackermann, Link