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Herren I: In 30 Minuten alles verspielt

Montag, 09. April 2018, 11:08

HSG Seckbach/Eintracht - HSG BIK Wiesbaden 32:35 (19:10)

 

Selten erlebt man ein Spiel mit zweierlei so unterschiedlichen Halbzeiten, wenn es dann auch noch um das Verspielen der letzten Aufstiegschance geht, dann ist das umso tragischer und überraschender. Die Wiesbadener Vorstädter werden sich auf jeden Fall noch lange an diese zweite Halbzeit berauschen, die HSG Seckbach/Eintracht muss es abputzen und möglichst schnell vergessen. Nach dieser, am Schluss auch noch unglücklichen 32:35-Niederlage, wird die HSG zu kauen haben und ganz sicher auch im nächsten Jahr Bezirksklasse spielen.

Ohne Torhüter Christoph Büsing, sowie den verletzten Rückraumstützen Max Walter und Julian Leicht begann die HSG sehr engagiert. Torhüter Robert Eichelberg hatte einen guten Tag erwischt und zusammen mit seinen Vorderleuten baute er eine Handballwand vor den Angriff der Gäste auf. Schon schnell setzte sich die HSG auf 4:0 ab, später auf 8:4 und dank eines starken Rafael Werner und eines überragenden Julian Schinzel und Steffen Sommer am Kreis später auf ein 19:9 in der 29.Minute. Da lief es blendend. Tolle Kombinationen wechselten sich ab mit dynamischen Tempospiel, der Sieg schien unter Dach und Fach.

Das 19:10 zur Halbzeit war mehr als ein Fingerzeig, denn die Gäste kamen wie verwandelt aus der Kabine. Spielten nun eine 6.0-Deckung defensivster Art mit einem überragenden Gästetorwart im Rücken. Der hielt nun alles was auf seinen Kasten kam. Innerhalb von 7 Minuten machten die Wiesbadener Vorstädter aus einem 19:10 ein 21:16 und witterten ihre Chance. Da nutzte es wenig nach der Grünen Karte zur alten Aufstellung zurück zu kommen, denn die Deckung hatte nun auch keine Stabilität mehr. Entscheidend war aber, dass die HSG im Angriff nicht mit Ruhe und Überlegenheit agierte. Zu oft wurden Bälle zu früh geworfen, den der starke Gästetorwart - wie allen bekannt- zu Tempogegenstößen und somit Toren einleitete. Als in der 55.Minute mit zwei Pfostentreffern auch das Glück ausging war es um die HSG geschehen. Viele einzelne Puzzleteile führten zu einer nicht vorstellbaren Niederlage, an der die HSG-Spieler auch nach dem Spiel noch lange rätselten.

 

HSG Seckbach/Eintracht: Eichelberg/ Jung; Schinzel 7, Austermann 6/4, Werner 5, Sommer 3, Seifert 3, Bushyla 3, Merz 2, Könze 1, Baldes 1, Lindemann 1, Gersp

Von: K. Naß

 

 

 


 

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