Guter Rundenstart verspielt
Dienstag, 22. November 2011, 07:26
TG Schwanheim - HSG Seckbach/Eintracht 31:27 (10:12)
Mit einer verdienten Niederlage kehrten die Handballer der HSG Seckbach/Eintracht vom Auswärtsspiel bei der TG Schwanheim heim. Nach der Siegesserie zu Beginn der Runde, scheint sich nun eine Niederlagenserie anzubahnen, denn die HSG zeigte ein Spiel ohne Inspiration, Leidenschaft und Power. Die noch vor Wochen starke Leistung ist einem lauen Lüftchen gewischen, nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung kann die HSG am kommenden Woche in der neuen Sporthalle der Eintracht (Steubing-Halle, Sonntag, 18 Uhr) wieder das Blatt wenden.
Auch das Fehlen der in der letzten Zeit besten Feldakteure der HSG Goppelsröder und Ackermann kann nicht für diese schwache Leistung entschuldigen, es war die fehlende Energie (fast) jedes Einzelnen, die letztlich zur Niederlage führte. Dank eines überragenden Torwartes Gündel führte die HSG mit 3:1, verstand das aber nicht als Chance das Spiel in die eigene Hand zu nehmen, sonderte verzettelte sich in vielen Kleinaktionen mit technischen Fehlern. Dies hatte zur Folge, dass der Gastgeber auf 7:4 davon zog. Die Grüne Karte durch Trainer Naß unterbrach das Tempospiel der TG Schwanheim und es folgte die beste Phase der HSG, die plötzlich mit 10:7 führte. Wieder prächtige Paraden von Torwart Gündel gaben Hoffnung zu einem weiteren Auswärtssieg.
Doch es folgte direkt nach Wiederanpfiff der Ausgleich und eine ausgeglichene Partie, wobei die HSG in spielerischer Hinsicht nicht überzeugen konnte. Vorallem Becker und Lüpold trafen zwar mit Einzelaktion, gut herausgespielte Treffer waren es nicht. Dies sollte sich im Verlauf der Partie rächen, denn den HSG-Akteuren ging mit zunehmender Spielzeit die Puste aus und spielerische Aktionen waren Mangelware. Die Entscheidung fiel aber auf der anderen Seite in der HSG-Deckung. Zu passiv ging man die jungen dynamischen Schwanheimer Akteure an, versuchte nur zu blocken, erkämpfte sich nicht strategische Vorteile und ließ gewähren. Da nutzte auch ein gut haltender Gündel nichts mehr. Die giftigen Gastgeber gaben für den Sieg einfach mehr und das war letztlich entscheidend. In der Schlussphase wurden Becker und Muhr die Bälle "geklaut", was dann endgültig die Niederlage einbrachte und die HSG auf den Boden der Tatsache zurück holte.
HSG. Gündel/Jung; Becker 8/4, Lüpold 6, Scheitza 3, Stange 3, Muhr 3, Bechstein 2, Wirmer 1, Könze 1, Link, Danojlic
Von: K. Nass