Gekämpft und doch verloren!
Montag, 14. März 2011, 18:06
HSG Seckbach/Eintracht - TSG Oberursel II 25:28 (13:14)
Gündel vereitelt 9 Siebenmeter
Im Spiel zweier ausgeglichener Mannschaften gewann der Tabellenzweite TSG Oberursel II äußerst knapp und glücklich mit 25:28 gegen den Tabellenneunten die HSG SeckbachEintracht.
Ein überragender Torwart Gündel brachte zu Beginn die Taunusstädter schier zur Verzweiflung, als er in Folge mehrere hochkarätige Chancen und Siebenmeter vereitelte und somit seinen Vorderleuten den Rücken frei hielt, die sich pompt mit einer 3:0 Führung bedankten,
Doch diese Führung hielt nicht lange, denn der technisch starke und quirlige Tabellenzweite schlug zurück, vorallem deswegen, weil die HSG im Angriff zu überhastet abschloss. Eine dann ausgeglichene erste Halbzeit verkürzte Bechstein mit dem Pausenpfiff zum 13:14.
Nach der Pause setzte sich die TSG Oberursel II zunächst auf 24:20 ab.Eine offensive Deckungsumstellung durch Trainer Naß bewirkte aber ein ausgeglichenes Spiel, eine doppelte Manndeckung gar das 24:26; mehrfach wurden dann aber freie Chancen seitens der HSG nicht genutzt, was letztlich zu einem glücklichen Sieg der Gäste führte. Allerdings ist damit noch nicht das ganze Spielgeschehen beschrieben, denn im Laufe der zweiten Halbzeit hagelte es Zeitstrafen und Siebenmeter gegen die heimische HSG.Insbesondere von der Außenposition geworfene Bälle wurden in schöner Regelmäßigkeit von den Schiedsrichtern mit Siebenmetern gegen die HSG geahndet. Dagegen blieb das harte Einsteigen gegen die Rückraumspieler der HSG oft ohne Folgen.
" Wenn in einem hart umkämpften aber immer fairen Spiel beider Mannschaften die Siebenmeterbestrafung 14:2 und die Zeitstrafenbestrafung 8:3 gegen ein Team lautet, kann man nicht von Ausgewogenheit sprechen. Hier wurde mein Team benachteiligt. In 17 voran gegangenen Spielen war die Schiedsrichterleistung wirklich OK, heute hat sie nicht gepasst:", war das Resumee von Coach Naß, der der Mannschaft große kämpferische Tugenden bescheinigte und für Torwart Gündel ein Sonderlob parat hatte.
HSG Gündel/Karger; Goppelsröder 9/2, Bechstein 6, Muhr 3, Becker 3, Wosinski 3, Danojlic 1, Andrischok, Link, Stange