Aktuelles von der U19

U19 trotzt der TSG 1899 Hoffenheim ein 1:1 ab

Samstag, 18. März 2017, 13:42

Mit einer enormen Willensleistung hat unsere U19 am Samstagmittag gegen die TSG 1899 Hoffenheim ein 1:1 erzielt. In einer packenden Auseinandersetzung letztlich ein leistungsgerechtes Resultat, dank dessen Frankfurt nun mit drei ungeschlagenen Spielen in Serie in die Länderspielpause geht.

Vorauszusetzen war dieser Achtungserfolg freilich kaum. Nicht nur, weil mit den Kraichgauern die auswärts- wie offensivstärkste Mannschaft im Riederwaldstadion aufschlug. Sondern auch, da der grundsätzlich ersten Garde der Gäste eine Eintracht gegenüberstand, die in den vergangenen Tagen eine Schar an Hiobsbotschaften ereilt hatte. Neben dem gesperrten Miguel Blanco-Lopez fehlten aus der Startelf der Vorwoche die erkrankten Volkan Egri und Lukas Rodwald sowie Raffael Cvijetkovic. Darüber hinaus hatten sich auch noch Emrah Tahirovic und Tim Queckenstedt in den Krankenstand verabschiedet, sodass neben den frischen Kräften Cedric Heller, Alexander Okyere, Jan Ostrowski und dem nach Rotsperre zurückgekehrten Furkan Zorba im Laufe der Partie zwei nominelle U17-Akteure ihr A-Jugend-Debüt feiern sollten. Doch der Reihe nach.

So ungemütlich die äußeren Bedingungen für die 120 Zuschauer auch waren, umso erfreulicher gestaltete sich die durchgehend hohe Betriebstemperatur auf dem Rasen. Beide Mannschaften spielten unverkennbar auf Sieg. Hoffenheim, um im Meisterschaftsrennen zu bleiben, die Truppe um das Trainergespann Alexander Schur und Uwe Bindewald aus grundsätzlicher Überzeugung und um sich weiter von den Abstiegsrängen zu distanzieren. Beide Kontrahenten versuchten sich permanent gegenseitig unter Druck zu setzen und gestatten ihrem jeweiligen Gegenüber keine Ruhepause. Im Umkehrschluss bedeutete das zunächst, dass bei allem Tordrang die aufmerksamen Mannschaftsverbunde gefährliche Strafraumszenen meist eindämmten – zweifelsohne ein Qualitätsmerkmal. So resultierte auch der erste Abschluss aus der Distanz, als Robin Hack aus 20 Metern einfach mal abzog und aufgrund einer rechtzeitigen Frankfurter Fußabwehr den Kasten knapp verfehlte. Auf der anderen Seite konnte sich Renat Dadashov nach etwa einer Viertelstunde ausnahmsweise im Strafraum durchtanken, seine scharfe Hereingabe verfehlten gleich zwei Mitspieler nur um Haaresbreite. Quasi im Gegenzug hätte Meris Skenderovic beinahe einen leichtfertigen Ballverlust im Spielaufbau bestraft, was die Riederwälder Deckung aber mit vereinten Kräften zu verhindern wusste. Nachdem Mitte des ersten Durchgangs die Gastgeber kurzzeitig am Drücker schienen – unter anderem fackelte der lauf- und zweikampffreudige Blanco-Lopez-Vertreter Ostrowski einen Fernschuss ab – verlagerte sich das Geschehen nach und nach zu Gunsten der Badener. Nichtsdestotrotz hatte die druckvolle und optisch überlegene TSG gegen stabile Frankfurter wenige Mittel zur Hand. Jedenfalls bis sich einmal kurz eine Lücke auftat und Moritz Kwarteng die Kugel auf Skenderovic durchsteckte, der daraufhin eiskalt auf 0:1 stellte. Die Eintracht ließ sich davon zwar nicht aus der Fassung bringen, Chancen waren bis zur Pause jedoch beiderseits schlicht nicht vorhanden.

Was sich nach dem Seitenwechsel ändern sollte. Zur zweiten Halbzeit verhalf Coach Schur Vladimiros Safaridis zu seinem U19-Debüt, als der nominelle B-Jugend-Innenverteidiger den angeschlagenen Nick Förster auf ungewohnter Mittelfeldposition ersetzte. 20 Minuten später sollte es ihm Kollege Justin Kabuya gleichtun. Von einer auf dem Papier zunächst defensiveren Ausrichtung war gleichwohl nichts zu sehen. Vielmehr nahmen die Hausherren alsbald das Heft des Handelns in die Hand und ließen sich nicht von ihrer Spielidee abbringen. Die erste Möglichkeit ließ nicht lange auf sich warten, als Deji Beyreuther aus circa 20 Metern Torhüter Stefan Drljaca prüfte. Auf der Gegenseite hatte die Eintracht wiederum etwas Glück, als der enteilte Toptorjäger Hack aus extrem spitzem Winkel den Außenpfosten traf. Schon in der darauffolgenden Szene hatte das Riederwaldstadion beinahe den Torschrei auf den Lippen, als sich die Frankfurter Jungs schön durch die gegnerischen Reihen kombiniert hatten und Nelson Mandela Mbouhom aus nächster Nähe am glänzend reagierenden Drljaca scheiterte. Nachdem eine eher torschussähnliche Flanke Emilian Lässigs gerade so am langen Pfosten vorbeigerauscht war, hatte in der Schlussviertelstunde erneut der Kameruner seine Füße im Spiel. Dieses Mal indirekt mit Erfolg, als er im Sechzehner auftauchend prinzipiell aus allen Himmelsrichtungen attackiert und regelwidrig zu Fall gebracht wurde. Den folgerichtigen Strafstoß übernahm wie gegen Stuttgart Dadashov, der Drljaca überlegt verlud. 1:1. Und gut? Niemals! Die Riederwälder witterten die Gunst der Stunde und versuchten unentwegt nachzulegen. Da Hoffenheim nicht weniger unter Zugzwang stand, entwickelte sich insbesondere in den verbleibenden zehn Zeigerumdrehungen ein Schlagabtausch, der offener nicht hätte sein können. Gleichzeitig konnten beide Konkurrenten ihre formidable Organisation bis zum Ende bewahren, sodass das 1:1 auch nach 90 Minuten Bestand hatte.

Trainer Schur zeigte sich im Anschluss sowohl von der aufopferungsvollen Darbietung seiner Schützlinge als auch der Begegnung in ihrer Gesamtheit begeistert: „Das war aus meiner Sicht von beiden Teams mit die beste Saisonleistung. Hoffenheim hat uns in der ersten Halbzeit manchmal mehr unter Druck setzen können als umgekehrt, in der Gesamtbetrachtung waren aber beide Seiten letztlich gleichwertig. Kompliment, wie meine Mannschaft bis zum Ende angerannt ist.“ Die Länderspielpause haben sich unsere A-Junioren – zumindest die, die sie betrifft – in jedem Fall verdient!

 

Eintracht Frankfurt U19 – TSG 1899 Hoffenheim U19 1:1 (0:1)

Frankfurt: Gründemann – Wörner, Beyreuther, Zorba, Knothe, Ostrowski, Okyere (65. J. Kabuya), Förster (46. Safaridis), Dadashov, Mandela Mbouhom (90. + 2 Herdt), Heller (88. Torcuatro)

Hoffenheim: Drljaca – Amade, Politakis (68. Pander), Weber, Belkahia, Wöhrle, Lässig, Bender (84. Foshag), Skenderovic (88. Karlein), Kwarteng (78. Alberico), Hack

Tore: 0:1 Skenderovic (30.) 1:1 Dadashov (76., Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Okyere, Safaridis, Wörner, J. Kabuya - Weber

Zuschauer: 120

Schiedsrichter: Chris Rauschenberg (Hörselberg-Hainich)

Von: Daniel Grawe

 

 

 


 

Kontakt

Holger Müller
Nachwuchskoordinator

Tel.: +49 69 42 09 70-311
Fax: +49 69 42 09 70-322
Mob.: +49 151 52 88 26 78

mueller(at)eintracht-frankfurt.de

 

Die Youngster der Eintracht

Fussball Leistungszentrum