Aktuelles von der U19

U19 setzt sich mit 2:1 in Karlsruhe durch

Sonntag, 10. September 2017, 17:35

Mit einer großartigen Energieleistung ist unserer U19 am Sonntagnachmittag ein 2:1-Sieg beim Karlsruher SC gelungen.

Im Vergleich zur Heimniederlage gegen Freiburg vor zwei Wochen hatte Chefcoach Alexander Schur seine Mannschaft auf gleich fünf Positionen verändert. Zum einen kehrte Noel Knothe nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre in die Innenverteidigung zurück, wofür Miguel Torcuatro Danilo Oliveira als Linksverteidiger ablöste. Für den seinerseits gesperrten Renat Dadashov schlüpfte Nelson Mandela Mbouhom in die Mittelstürmerrolle, Sahverdi Cetin rutschte eine Reihe vor auf die Spielmacherposition. Den freigewordenen Posten im defensiven Mittelfeld nahm Nils Stendera ein. Außerdem begannen Torwart Tobias Stirl, Rechtsverteidiger Alexander Okyere und Flügelstürmer Mischa Häuser für Paul Harbrecht, Noah Schmitt und Lukas Rodwald.

Die ersten Minuten waren beiderseits von einer gewissen Vorsicht geprägt. „Man hat gemerkt, dass beide Teams zuletzt weniger Erfolgserlebnisse hatten“, interpretierte Trainer Schur die Herangehensweisen. Bis zum ersten Torschuss dauerte es immerhin knapp zehn Minuten, als Karlsruhes Paskalis Herzog einen Freistoß von der Seite direkt auf Stirl zirkelte. Kurz darauf zeigte sich auch die Eintracht erstmals vor dem gegnerischen Gehäuse. Und wie! Mit einem langen Pass hatten die Gäste die weiße Wand überspielt. Patrice Kabuya war auf und davon, spitzelte dem sich verschätzenden Torhüter Mario Schragl das Leder von den Fingerspitzen und schob abschließend ins leere Gehäuse zur frühen Führung ein. In der Folge entwickelte sich eine sehr kampfbetonte Auseinandersetzung, die verhältnismäßig häufige Behandlungspausen forderte. Gleichwohl verhielt sich alles in einem fairen Rahmen, beide Seiten taten ihr Möglichstes, weitere Treffer herbeizuführen. Diesbezüglich gestatten die Hessen den Hausherren bisweilen die eine oder andere Freiheit zu viel, was sich aber im Laufe des Tages bessern sollte. Zunächst stand Stirl im Mittelpunkt, als der schon am Boden liegende Keeper einen Abschluss des freistehenden Dominik Kothers mit dem Bein abwehrte. Zuvor hatte der KSC den Ball der Frankfurter Hintermannschaft im Strafraum abgeluchst. Es sollte der letzte gröbere Schnitzer der Gäste bleiben. Vielmehr erarbeiteten sie sich bis zur Pause ein gewisses Übergewicht, wurden sowohl mit als auch gegen den Ball immer aktiver. Verheißungsvolle Schüsse waren dennoch an einer Hand abzuzählen und insbesondere in der zweiten Reihe zu verorten. So versuchte es Cetin aus näherer und größerer Distanz, außerdem dribbelte Häuser von rechts nach innen und prüfte mit seiner linken Klebe Torhüter Schragl. Die letzte Tat des Schlussmanns, der wenige Momente darauf verletzungsbedingt das Feld verlassen musste. Bereits zuvor hatte es auf jeder Seite einen Feldspieler schlimmer erwischt. Nach einer halben Stunde war Justin für Patrice Kabuya in die Partie gekommen.

Der Zwillingsbruder fügte sich nahtlos in das Gesamtgefüge ein, das sich auch nach dem Seitenwechsel sehr stabil präsentierte. Die Jungs von Alex Schur und Uwe Bindewald waren jederzeit energisch, kampfbereit und weitgehend aufmerksam. Mit ganz wenigen Ausnahmen wie nach einer Stunde, als Kother die Kugel durch eine winzige Schnittstelle hindurch auf Malik Batmaz passte, der daraufhin eiskalt zum Ausgleich einnetzte. „Kurz zuvor hätten wir selbst für Ruhe sorgen können“, nahm Schur Bezug auf eine Szene, als Cetin aus spitzem Winkel das leere Tor anvisierte, allerdings ein herangeeilter KSC-Kicker das sicher geglaubte 2:0 abwehrte. Nichtsdestotrotz ließen sich die Riederwälder von der neuen Situation nicht aus der Fassung bringen und blieben weiter hartnäckig. „Wir wollten uns nicht mit einem Punkt zufrieden geben“, so Schur, der dieses Vorhaben mit der Einwechslung von Stürmer Vincenzo Borzellino für den defensiven Mittelfeldspieler Jan Ostrowski untermauerte. Umgekehrt musste sich Frankfurt einem ebenso ambitionierten Kontrahenten erwehren, der speziell durch Torjäger Batmaz immer Gefahr verströmte. Analog zur Entstehung des 1:0 waren die Mannen von Lukas Kwasniok sodann ebenfalls durch einen weiten Ball vor den Kasten gelangt. Ebenfalls hatte sich Stirl etwas verkalkuliert, doch entgegen des Ablaufs im ersten Durchgang rettete Laurin Stich gegen seine alten Kollegen vor der Linie. Kurz darauf konnte sich Stirl dann wieder selbst gegen den über die rechte Seite freigespielten Batmaz auszeichnen, der das Spielgerät aus zwölf Metern nicht am Frankfurter Goalie vorbeibrachte. Wie nah Freud und Leid beieinander liegen können, verdeutlichte die unmittelbar folgende Szene, als Justin Kabuya einen eigentlich zu langsam vorgetragenen Gegenstoß letztlich doch gewinnbringend abschloss. Der Joker zog aus 20 Metern halblinker Position einfach mal ab und platzierte die Pille frech flach im kurzen Eck. Die erneute Führung und doch war noch über eine Viertelstunde zu gehen. Die Fächerstädter mussten zwangsläufig das Risiko erhöhen, was den Adlerträgern immer häufiger Gelegenheiten zum Kontern bot. So setzte Kabuya zu einem beherzten 40-Meter-Solo an, an dessen Ende ihm nur kurz vor der Krönung der Ball versprang. In derselben Sequenz eroberte der quirlige Borzellino die Kugel abermals zurück, behauptete sich gegen seine Widersacher und zielte aus acht Metern aufs kurze Eck, wo aber Torwart Edmond Kaiser zur Stelle war. Da auch ein letzter Gegenangriff über den schnellen Angreifer nichts einbrachte, war es umso elementarer, wie die Frankfurter Truppe sich in jeden Ball warf, keinen Zweikampf wie Zentimeter verloren gab und auf diese Weise das schlussendliche 2:1 mit vereinten Kräften über die Ziellinie rettete!

Trainer Schur war im Nachgang insbesondere von „Wille und Einsatzfreude der Mannschaft“ begeistert. „Wir können früher das 2:0 machen, lassen uns dann aber auch nicht vom Ausgleich beeindrucken. Nach dem 1:1 war es wichtig, Charakter zu zeigen. Das war bei jedem einzelnen Spieler der Fall. Mit Ausnahme ganz weniger Situationen ist uns die Arbeit gegen den Ball und das Pressing sehr gut gelungen“, schloss der sichtlich zufriedene Fußballlehrer die erste Bestandsaufnahme des spätsommerlichen Fußballnachmittages ab.

 

Karlsruher SC U19 – Eintracht Frankfurt U19 1:2 (0:1)

Karlsruhe: Schragl (40. Kaiser) – Herzog, Kircher, Springmann (62. Mensah), Egolf (40. Singelmann), Goß, Wähling (78. Repka), Hanek, Kother, Heers, Batmaz

Frankfurt: Stirl – Okyere, Torcuatro, Stich, Knothe, Ostrowski (71. Borzellino), Häuser (90. + 1 Schmitt), Stendera, Cetin, Mbouhom (78. Rodwald), P. Kabuya (29. J. Kabuya)

Tore: 0:1 P. Kabuya (11.) 1:1 Batmaz (60.) 1:2 J. Kabuya (76.)

Gelbe Karten: Goß, Kircher – P. Kabuya, Stendera

Zuschauer: 175

Schiedsrichter: Julian Engelmann (Iserlohn)

Von: Daniel Grawe

 

 

 


 

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