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U19 unterliegt nach großem Kampf in Leipzig 1:3

Montag, 07. August 2017, 13:29

Am Sonntag begegnete unsere U19 in der ersten Runde des nationalen Pokals dem favorisierten RB Leipzig lange auf Augenhöhe. Erst in der Verlängerung musste sich die ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Alexander Schur mit 1:3 geschlagen geben.

Die Adlerträger waren ohne eine Handvoll potentieller Stammspieler zum ersten Pflichtspiel der Spielzeit nach Leipzig gereist. Dafür schafften es mit Laurin Stich und der von RB zurückgekehrte Murad Mahmudov zwei externe Neuzugänge in die Startelf. Entsprechend saßen trotz des frühen Saisonstadiums die taktischen Grundlagen und auch konditionell waren beide Seiten bestens in Schuss. Erwartungsgemäß beharkten sich die Kontrahenten unablässig im Mittelfeld. Um dieses bisweilen mit weniger Widerstand zu überbrücken, standen auch einige lange Pässe auf der Tagesordnung, die vor allem bei der kopfballstarken Frankfurter Innenverteidigung in besten Händen waren. Von den insgesamt wenigen klaren Chancen hatte die Eintracht gerade in der regulären Spielzeit noch am meisten zu verbuchen. Speziell von Standards ging in Person von Nelson Mandela Mbouhom große Gefahr aus, zudem tauchte Lukas Rodwald nach einem Konter über die rechte Seite frei vor dem Gehäuse auf. Anstatt nochmal auf den besser postierten Mitspieler querzulegen, versuchte der Rechtsaußen selbst sein Glück und fand in Torwart Lukas Krahl seinen Meister. Die Sachsen kamen ihrerseits durch einen Abschluss aus halblinker Position innerhalb des Strafraums einer Führung am nächsten, was Marius Herzig aber glänzend vereitelte. Und so stand nach einer höchstintensiven ersten Halbzeit beiderseits die Null.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am umkämpften Gesamtbild wenig, bis bei den Hausherren nach einer Stunde auf kuriose Weise der Knoten platzte, als Nicolas Fontaine eine Ping-Pong-ähnliche Szene zum 1:0 abschloss. Die Trotzreaktion der Hessen ließ nicht lange auf sich warten, als Stich eine Freistoßhereingabe zum 1:1 über die Linie bugsierte. Ein Einstand nach Maß für den Neuen aus Karlsruhe. Die Ausgangslage war flugs wieder hergestellt, was den überzeugenden Gästen eher in die Karten spielte. Weitere Gegenstöße über Patrice Kabuya sowie Rodwald sollten folgen. Allerdings fehlte beiden Flügelstürmern beim Schuss die letzte Konsequenz. Wenig später bescherte der Schiedsrichter den 470 Zuschauern am Cottaweg die einzige Verlängerung an jenem Pokalspieltag.

Nach und nach führte Coach Schur seinem Ensemble mit offensiven Einwechslungen frisches Blut zu. Unter anderem kam so mit Carmelo Quartuccio ein weiterer Sommertransfer zu seinem Debüt. Doch ausgerechnet die bis hierhin so sattelfeste Defensive erlaubte sich wenige Augenblicke vor Ende der ersten Halbzeit der Verlängerung einen kurzen Moment der Unachtsamkeit, was Erik Majetschak zu einem ansatzlosen Solo veranlasste, welches zum 2:1 führte. Für die verbleibenden 15 Minuten warf die Eintracht zwangsläufig alles nach vorne, was der Gastgeber alsbald mit dem klassischen Kontergegentreffer durch Emre Aslan eiskalt ausnutzte. Dass danach noch der eingewechselte Justin Kabuya Gelb-Rot sah, war nicht mehr spielentscheidend.

Insgesamt sah Schur seine Mannen „mit 1:3 unter Wert geschlagen. Die Jungs haben alles auf den Platz gebracht, was ich in solch einer Partie von ihnen erwarte: Leidenschaft, Kampf- und Laufstärke.“ Einzig den zweiten Treffer hätte man besser verteidigen können, „ansonsten habe ich insgesamt eine gute Leistung mit viel Herzblut gesehen.“

 

DFB-Vereinspokal der Junioren, 1. Runde: RB Leipzig U19 – Eintracht Frankfurt U19 3:1 n. V. (1:1, 0:0)

Leipzig: Krahl – Yilmaz (90. + 4 Born), Minz, Abouchabaka (82. Aslan), Majetschak, Ludewig, Mekonnen (73. Stierlin), Hoppe, Senkbeil, Fontaine, Schimmel (67. Krüger)

Frankfurt: Herzig – Okyere, Oliveira, Stich, Torcuatro, Ostrowski, Rodwald, Safaridis (106. Borzellino),  Mahmudov (92. J. Kabuya), Mbouhom (103. Quartuccio), P. Kabuya (90. Häuser)

Tore: 1:0 Fontaine (64.) 1:1 Stich (68.) 2:1 Majetschak (104.) 3:1 Aslan (118.)

Gelb-Rote Karten:  – J. Kabuya (119.)

Gelbe Karten: Senkbeil, Fontaine, Minz – Stich, Torcuatro

Zuschauer: 470

Schiedsrichter: Philipp Kutscher (Berlin)

Von: Daniel Grawe

 

 


 

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