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U19 trotzt dem Spitzenreiter – 0:0 gegen Hoffenheim

Samstag, 02. Dezember 2017, 16:41

Mit großem Kampf und taktischem Geschick hat unsere U19 am Samstag Tabellenführer Hoffenheim einen Punkt abgerungen. Im letzten Heimspiel des Jahres zeigte die Eintracht damit nochmals, was wirklich in ihr steckt.

Trotz der mageren Ausbeute aus den Vorwochen vertraute das Trainergespann Alexander Schur und Uwe Bindewald dem weitgehend eingespielten Kern. Einzig Alexander Okyere vertrat den gelbgesperrten Noah Schmitt. Zudem fiel Sahverdi Cetin taktischen Überlegungen zum Opfer, weshalb Murad Mahmudov beginnen durfte.

Nach anfänglichen Findungsschwierigkeiten in den Frankfurter Reihen und einer zielstrebigen Startoffensive des treffsichersten Teams der Liga pendelte sich das Geschehen bis zur Pause auf ausgeglichenem Niveau ein. Dabei konnten die Hausherren zunächst vom Glück sagen, nicht früh in Rückstand geraten zu sein. Schon nach einer Minute war Christoph Baumgartner fast nicht mehr zu halten und erst im letzten Moment zu stören, sodass dessen Abschluss wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbeikullerte. Nach fünf Minuten ließ Tobias Stirl einen harten Schuss durch die Finger flutschen, sodass Moody Chana zum Nachschuss kam, aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf. Es sollte die letzte klare Möglichkeit der Kraichgauer für sehr, sehr lange Zeit bleiben. Denn im Anschluss arbeiteten sich die Adlerträger buchstäblich Schritt für Schritt auf Augenhöhe und teilweise sogar darüber hinaus. Nach einer Phase der Stabilisierung traute sich der Gastgeber ab Mitte des ersten Durchgangs auch im Vorwärtsgang immer mehr zu und wäre in der 25. Minute beinahe in Führung gegangen, als Renat Dadashov eine Eckballhereingabe Deji Beyreuthers auf den Kasten köpfte, allerdings am glänzend parierenden Torwart Stefan Drljaca scheiterte. Wenige Sekunden vor der Pause probierte sich nochmals Baumgartner aus der Distanz, verfehlte sein Ziel aber deutlich.

Die zweite Halbzeit knüpfte nahtlos an die erste an. Beide Seiten lieferten sich sowohl läuferisch, kämpferisch als auch taktisch einen Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Im Umkehrschluss führte das zu einer Chancenarmut sondergleichen. Wenn überhaupt mal ein Ball Fahrt in Richtung Zielrechteck aufnahm, hatten die Frankfurter Jungs ihre Füße im Spiel. Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel prüfte Miguel Blanco-Lopez Drljaca aus 20 Metern. Danach dauerte es eine geschlagene Viertelstunde, ehe Kabuya die Kugel von der Strafraumkante über das Gehäuse schlenzte. Kurz nach dieser Aktion hatte es Hoffenheims Samuel Lengle der wohlwollenden Regelauslegung des Schiedsrichters zu verdanken, dass er für eine gezielte Ausholbewegung mit dem Arm gegen Nils Stendera nur Gelb statt Rot sah. Überhaupt ließ der Sportsgeist des Tabellenführers immer mehr zu wünschen übrig, indem Reklamationen immer weiter zunahmen. Spätestens ab der Schlussviertelstunde gab es aber auch wieder fußballerischen Neuigkeitsgehalt. So flackerte nach einer erneuten Ecke von der linken Seite kurzzeitig Torgefahr auf, als Laurin Stich an den Ball gelangt war, diesen aber nicht optimal getroffen hatte. Der Innenverteidiger klärte drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit denn auch im eigenen Sechzehner, als David Otto freistehend abschloss, allerdings die Rechnung ohne den gerade rechtzeitig eingrätschenden Stich gemacht hatte. Zuvor war ein Freistoß aus zentraler Lage in die Arme von Eintracht-Keeper Stirl geflogen. Ansonsten blieb es bei weitgehend halbgaren Gelegenheiten. Die letzte dieser Sorte hatte der mittlerweile eingewechselte Cetin auf dem Fuß, als er einen Gegenstoß über Dadashov zu schwach abschloss. Nachdem in der Nachspielzeit ein weiterer Versuch Baumgartners bei Stirl in sicheren Händen war, beendete der Schiedsrichter die Begegnung beim leistungsgerechten Endstand von 0:0.

„Allzu viele Mannschaften haben gegen Hoffenheim noch nicht gepunktet“, bemerkte Chefcoach Schur nach dem Schlusspfiff. Vor diesem Spieltag genau zwei. Weshalb der Punktgewinn zwar tabellarisch keine großen Sprünge zulässt, dafür aber positive Rückschlüsse hinsichtlich des tatsächlichen Leistungsvermögens. So befand Schur abschließend: „In einer Begegnung, in der beide Mannschaften taktisch und defensiv einen hohen Aufwand betrieben haben, waren wir insgesamt auf Augenhöhe.“

 

Eintracht Frankfurt U19 – TSG 1899 Hoffenheim U19 0:0 (0:0)

Frankfurt: Stirl – Stich, Beyreuther, Torcuatro, Knothe, Blanco-Lopez (81. Safaridis), Okyere, Stendera, Dadashov, Mahmudov (61. Häuser), J. Kabuya (81. Cetin)

Hoffenheim: Drljaca – Amade, Lässig, Wallquist, Chana Nya, Grimmer, Alberico (83. Tubluk), Lengle, Otto, Baumgartner, Foshag (76. Mawana)

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Blanco-Lopez, Okyere, Knothe, J. Kabuya, Torcuatro – Lässig, Lengle, Amade, Grimmer

Zuschauer: 110

Schiedsrichter: Patrick Holz (Münster)

Von: Daniel Grawe

 

 


 

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