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U19 macht Pokal-Double perfekt

Freitag, 16. Juni 2017, 11:10

Am Ende war alles klar. Nach einem lange ausgeglichenen Hessenpokalfinale am Donnerstagnachmittag zwischen unserer U19 und Darmstadt 98 war die Frankfurter Überlegenheit gegen Ende nicht mehr zu übersehen und der 2:1-Triumph die logische Konsequenz.

Damit hat im Anschluss an den Auftritt unserer U16 auch unsere U19 den Regionalwettbewerb als jahrgangsjüngeres Team gewonnen. Im Kader standen nämlich ausnahmslos Spieler der Saison 2017/18, auf welche die Vorbereitung seit kurzem im Gange ist. In der Startformation gesellten sich zu sieben nominellen Jungjahrgängen gleich vier Akteure, die vor kurzem noch für die U17 aufgelaufen waren. Entsprechend überraschte es wenig, dass die mehr oder weniger neu zusammengefundene Truppe im ersten gemeinsamen Pflichtspiel zunächst zueinander finden musste.

Der Fokus lag auf beiden Seiten vor allem auf der eigenen Stabilität, der Tordrang war zwar zu erahnen, aber nicht um jeden Preis. So dauerte es eine Viertelstunde bis zu ersten ernstzunehmenden Torannährung, die dann auch gleich in den ersten Treffer des Tages mündete. Nach einem Steilpass der Junglilien war Spiridon Pentidis zur Stelle und schob die Kugel zum 0:1 ins Gehäuse. Ein Spielverlauf ganz im Sinne des Hessenligisten. Die Eintracht tat sich in der Folge weiter schwer, sich gegen die mit immerhin drei Jungprofis angetretenen Darmstädter durchzusetzen. Ein parierter Freistoß von Sahverdi Cetin war einer der wenigen Abschlüsse auf den Kasten. Im Gegenzug brach Paul Schmieder über die linke Seite durch und scheiterte aus spitzem Winkel an Torwart Marius Herzig. Es dauerte über eine halbe Stunde, bis die Eintracht allmählich in Schwung kam. Darmstadt beschränkte sich endgültig auf die Defensive, Frankfurt hingegen kombinierte immer flüssiger. Nach einem weiteren knapp verzogenen Distanzschuss Cetins war es fünf Minuten vor der Pause das einträchtliche Sturmduo, das für den beruhigenden Ausgleich sorgte. Renat Dadashov hatte sich in den Strafraum durchgetankt und aus 14 Metern einfach mal draufgehalten. SV-Schlussmann Jannik Thummerer konnte nur vor die Füße von Nelson Mandela Mbouhom abwehren. Dem Kameruner genügte mit dem Rücken zum Tor eine schnelle Drehung, schon zappelte der Ball im Netz.

Der zweite Abschnitt glich lange einer Blaupause der ersten Halbzeit. Kompaktheit hatte auf beiden Seiten Vorrang, der Ball sah den Innenbereich der Strafräume vor allem nach Standardsituationen. Fast analog zu den ersten 45 Minuten fiel der nächste Treffer erneut wie aus dem Nichts – diesmal jedoch zugunsten der Adlerträger. Diese hatten spätestens in der Schlussviertelstunde endgültig die Kontrolle über die Partie erlangt, ließen allerdings weiterhin die letzte Zielstrebigkeit vermissen. Die rühmliche Ausnahme bildete Vladimiros Safaridis. Während des Spiels von der rechten auf die linke Verteidigerposition gewechselt zog der Allrounder 15 Minuten vor dem Ende mit der Kugel am Fuß nach innen und platzierte das Spielgerät stramm im kurzen unteren Eck. Die Junglilien hatten in der Folge nichts mehr zuzusetzen, im Gegensatz zu den Riederwäldern. Nach einem langen Freistoß setzte Neu-Nationalspieler Jan Ostrowski das Leder ans Außennetz. Zudem zwirbelte der eingewechselte Vincenzo Borzellino die Kugel aus sechs Metern um Haaresbreite am langen Eck vorbei, ehe Cetin aus 15 Metern seinen Schuss etwas zu hoch ansetzte. Wenige Augenblicke später war der Gewinn des Hessenpokals amtlich!

Somit kommen 2017 beide Sieger dieses Regionalpokals aus dem Leistungszentrum von Eintracht Frankfurt. U19-Cheftrainer Alexander Schur hob in diesem Zusammenhang hervor, „dass wir beide Pokale mit jahrgangsjüngeren Mannschaften gewinnen konnten.“ Den Auftritt seiner neuen Truppe bewertete der Fußballlehrer wohlwollend, „nach wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten können noch nicht alle Abläufe vorhanden sein. Es war nicht einfach, doch spätestens in der zweiten Halbzeit hatten wir das Geschehen im Griff.“ Als netter Nebeneffekt stehen unsere A-Junioren dank dem Pokalsieg in der ersten Runde des DFB-Junioren-Vereinspokals. Am 6. August gastiert die Eintracht bei RB Leipzig. Etwas Zeit zur Vorbereitung bleibt also noch. Der Auftakt ist in jedem Fall gelungen.

 

Eintracht Frankfurt U19 – SV Darmstadt 98 U19 2:1 (1:1)

Frankfurt: Herzig – Safaridis, Oliveira (53. Okyere), Torcuatro, Knothe, Cetin, Rodwald, Ostrowski, Dadashov (56. Borzellino), Mbouhom (89. Häuser), P. Kabuya (75. J. Kabuya)

Darmstadt: Thummerer – Gerhard, Neuendorf, Petrovic, Schmieder (53. Zaremba, 81. Kireski), Demirci, Matondo, Del Vecchio, Pentidis (69. Royo), Kern, Petri

Tore: 0:1 Pentidis (15.) 1:1 Mbouhom (42.) 2:1 Safaridis (77.)

Schiedsrichter: Volker Höpp

Von: Daniel Grawe

 

 


 

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