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U17 mit Arbeitssieg – 1:0 gegen Sandhausen

Samstag, 18. März 2017, 18:57

Manchmal braucht’s eben auch eine gewisse Zweckmäßigkeit. Unter widrigen Umständen entledigte sich unsere U17 am Samstagnachmittag dem SV Sandhausen knapp, aber verdient mit 1:0.

Auch wenn die Eintracht gegen den Aufsteiger selbstredend Favorit war, stand die Partie unter einem nicht allzu guten Stern. Nachdem mit De Graft Amoah und Yassine Azaouaghi bekanntermaßen zwei Stützen ohnehin gesperrt waren und sich zudem unter der Woche Kapitän Sahverdi Cetin sowie Patrice Kabuya verletzt hatten, verabschiedeten sich im Laufe des Tages auch noch Justin Kabuya und Vladimiros Safaridis vom Spielberichtsbogen, da beide in der U19 zum Einsatz gekommen waren. Insgesamt musste Cheftrainer Steffen Winter somit fünf Änderungen in einem Team vornehmen, das zuvor dreimal in Folge in derselben Zusammensetzung überzeugt hatte. Die Handvoll Nachrücker bestand aus Furkan Türksoy, Nils Stendera, David Siebert, Malik Karaahmet und Cem Barlik.

Wenig überraschend benötigte der Gastgeber angesichts der vielen Umstellungen eine Weile, um sich zu finden. Die gegen den Abstieg kämpfenden Sandhäuser versteckten sich keineswegs, weshalb sich das Chancenverhältnis im Riederwaldstadion speziell in der ersten Halbzeit überraschend ebenbürtig gestaltete. Die erste Möglichkeit bot sich dabei Karaahmet, der jedoch aus kürzester Entfernung an Torhüter Benedikt Grawe scheiterte. Im Gegenzug kam der Außenseiter sodann zu einer Doppelchance durch Maximilian Fesser und Eren Aygün, welche die Riederwälder jedoch mit vereinten Kräften abwehrten. Und es sollte kurzzeitig noch brenzliger werden, als Konstantin Schiler im Strafraum zu Fall kam und der Unparteiische auf Strafstoß entschied. Der Gefoulte selbst lief an, zielte ins linke Eck, wo jedoch Tobias Stirl goldrichtig lag! Damit ging die Herzschlagfrequenz aber erst los. Nachschuss Schiler, wieder Retter Stirl! Finaler Abpraller – vorbei. Durchatmen. Mussten Mitte des ersten Durchgangs auch die Gäste, als Ibrahim Aral ansatzlos aus 25 Metern draufhielt und den Pfosten traf. Nach einer halben Stunde kam auf einmal Simon Maier völlig frei zum Abschluss, traf aus acht Metern aber die Kugel nicht richtig beziehungsweise fast gar nicht, sodass das 0:0 zur Pause im Endeffekt in Ordnung ging.

Mit dem Seitenwechsel erhöhten die Adlerträger alsbald die Schlagzahl und spätestens mit der Einwechslung Marcus Weinhardts auch die Zielstrebigkeit. Zuvor hatte aber zunächst der umtriebige Patrick Finger einen 25-Meter-Hammer rausgeholt, an dessen folgende Parade Karaahmet ins leere Tor einschob, was der Linienrichter jedoch mit Abseits bewertete. Wenig später stibitzte Mischa Häuser seinem Gegenspieler in dessen Hälfte das Leder vom Fuß, brachte das Spielgerät aber ebenso wenig im Gehäuse unter wie Stendera aus dem Hinterhalt. Als sollten sich die ausgelassenen Gelegenheiten rächen, tauchte wenig später Nico Najda mutterseelenallein vor Stirl auf, doch der Keeper behielt im Eins-gegen-Eins die Oberhand, ehe Karaahmet kurz darauf für die Erlösung sorgte. Nachdem Torwart Grawe einen harten Schuss von Weinhardt aus halbrechter Position parieren konnte, hatte der Mittelstürmer leichtes Spiel, abzustauben. Von da an ging das Scheibenschießen erst richtig los! Erst konnte der SVS einen Abschluss Weinhardts abblocken, dann zeichnete sich Stirl bei einem Geschoss aus acht Metern aus. Nach einem Eckball der großgewachsenen Badener war wiederum etwas Massel im Spiel, als Eren Aygün an den Außenpfosten köpfte. Umgekehrt verpasste Frankfurt bei größer werdenden Räumen ein ums andere Mal die Vorentscheidung. Beispielsweise verzog Weinhardt nach uneigennütziger Vorarbeit Häusers über den leerstehenden Kasten, zudem konnte Joker Kahan Kuscu einen Assist des ebenfalls eingewechselten Kemal Keskin nicht im Ziel unterbringen. Sei’s drum, wenig später ertönte unter einsetzendem Regen der Schlusspfiff.

Weswegen unsere B-Junioren nach dem 21. Spieltag nunmehr auf Rang vier stehen, mit vorsichtigem Blickkontakt auf mindestens Platz drei. Was für Coach Winter auch das entscheidendste nach diesem wahrlich nicht berauschenden Arbeitssieg war, wofür die eingangs erwähnten Gründe aber teilweise auf der Hand lagen: „Nach den überraschend vielen Veränderungen war es für die Jungs sicher nicht einfach, ihr gewohntes Spiel aufzuziehen. Nichtsdestotrotz hat sich keiner hängen lassen. Bei dem Elfmeter hatten wir einerseits Glück beziehungsweise einen starken Torhüter, andererseits hätten wir selbst früher für klare Verhältnisse sorgen können“, ordnete der Fußballlehrer den Ausgang realistisch ein.

 

Eintracht Frankfurt U17 – SV Sandhausen U17 1:0 (0:0)

Frankfurt: Stirl – Oliveira, Türksoy, Burger, Stendera, Aral, Siebert, Finger, Karaahmet (78. Kuscu), Barlik (54. Weinhardt), Häuser (80. Keskin)

Sandhausen: Grawe – Aygün, Kistner (80. Hauk), Krüger, Yörükoglu, Maier (41. Gerezgiher), Möller, Schiler, Fesser (76. Polarczyk), Najda (68. Kern), Pacaj

Tore: 1:0 Karaahmet (66.)

Gelbe Karten: Türksoy, Aral – Schiler

Besondere Vorkommnisse: Stirl hält Foulelfmeter von Schiler (21.)

Zuschauer: 60

Schiedsrichter: Marc Jäger (Euskirchen)

Von: Daniel Grawe

 

 


 

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