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U16: Last-Minute-K.o. in Kelkheim

Montag, 16. April 2018, 14:32

Kurz vor dem Ende der Begegnung unserer U16 am Sonntag in Kelkheim hatte es nach einer gerechten Punkteteilung ausgesehen, ehe dem Gastgeber tief in der Nachspielzeit der Treffer zum 2:1-Endstand gelang.

Das Unterfangen beim unmittelbaren Verfolger stand insgesamt unter keinem günstigen Stern. Zum einen lag die letzte Partie der Eintracht bereits fünf Wochen zurück, zum anderen schlug sich die Personalnot der U19 in indirekter Kettenreaktion über die U17 beim jüngeren B-Jugend-Jahrgang nieder. Von Spielrhythmus, geschweige denn Eingespieltheit, war daher nicht unbedingt auszugehen gewesen.

Trotz alledem erwischten die Gäste den besseren Start, ließen sich aber im Laufe der ersten Halbzeit von der kampfbetonten Herangehensweise der durchschnittlich ein Jahr älteren und entsprechend robusteren Hausherren etwas den Schneid abkaufen. Der destruktive Spielansatz Kelkheims mit vielen langen Bällen verfestigte sich umso mehr, als diese nach zehn Minuten mit dem ersten Torschuss in Führung gingen. Dabei profitierte Robin Horst von einem leichtfertigen Fehlpass aus der Abwehr ins Zentrum, in dessen Folge der Torschütze leichtes Spiel hatte. Entsprechend gestalteten sich weite der Teile der ersten 40 Minuten sehr zerfahren, in welchen einzig Joshua Fröls eine Möglichkeit zum Ausgleich bekam. Umgekehrt konnte sich Eintracht-Keeper Elias Bördner bei einer Eins-gegen-eins-Situation auszeichnen.

Nach dem Seitenwechsel stellte Trainer Dominik Reichardt taktisch um und beorderte einen zusätzlichen Spieler ins Mittelfeldzentrum. Die daraus resultierende Überlegenheit machte sich bald in einigen verheißungsvollen Abschlussgelegenheiten bezahlt. Zunächst scheiterte Francesco Simonelli an Torhüter Jakob Archut, ehe Junior Toure mit einem Kopfball für Gefahr sorgte. Darüber hinaus zielte Jacob Engel von der linken Seite knapp über den Kasten. Auf der anderen Seite kam der Gastgeber lediglich zu einer Chance, als ein Schuss aus dem Getümmel sein Ziel verfehlte. Dass aus der immer größeren Dominanz der Riederwälder nicht weitere Torannäherungen entstanden, war nicht zuletzt der oftmals fehlenden Zielstrebigkeit im letzten Spielfelddrittel geschuldet. Die Ausnahme bildete die 79. Minute, als ein konsequenter Angriff über die rechte Seite in einem Steckpass auf den eingewechselten Patrick Markiewicz mündete, welcher vom rechten Strafraumeck aus das lange Eck anvisierte und kaltschnäuzig auf 1:1 stellte. Ein mehr als überfälliger Zwischenstand. Doch zum Leidwesen der Adlerträger nicht der Endstand, da die emotionsgeladene Auseinandersetzung eine zweiminütige Zugabe erhielt. Als die offizielle Nachspielzeit schon verstrichen war, gelangte ein letzter weiter Schlag auf Umwegen zu Luca Giampietro, welcher den Lucky Punch für die SG Kelkheim setzte.

Der fragwürdige Zeitpunkt des entscheidenden 1:2 stieß bei Coach Reichardt nachvollziehbarerweise auf wenig Verständnis: „Ein Unentschieden wäre angesichts unserer größeren Ballbesitzanteile in der zweiten Halbzeit verdient gewesen. Nichtsdestotrotz müssen wir weiter an der Zielstrebigkeit im letzten Drittel arbeiten.“ Zumal am Mittwoch (19 Uhr) beim Tabellenzweiten Darmstadt 98 schon die nächste große Herausforderung bevorsteht.

 

SG Kelkheim U17 – Eintracht Frankfurt U16 2:1 (1:0)

Kelkheim: Archut – Neukum, Neumann (69. Lange), Seto, Scholl, Deanovic (46. Andreutti), Mölle (75. Giampietro), Drettas (80. + 3 Schinkelshök), Birkner, Horst, Zukovic

Frankfurt: Bördner – Vassiliou, Engel, Huder (41. Sy), Türksoy (60. Komljenovic), Farahat, Parzeller (60. Markiewicz), Fröls, Osei, Simonelli, Dietz (52. Toure)

Tore: 1:0 Horst (10.) 1:1 Markiewicz (79.) 2:1 Giampetro (80. + 3)

Schiedsrichter: Maximilian Prölss

Von: Daniel Grawe

 

 


 

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