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U15 macht‘s gnädig – 4:1 gegen Freiburg

Montag, 13. November 2017, 11:50

Am Sonntagnachmittag bat unsere U15 den SC Freiburg am Riederwald zum Verfolgerduell. Der eine Punkt, der die Kontrahenten davor getrennt hatte, spiegelte sich auf dem Kunstrasen nicht im Ansatz wider. Die Eintracht ließ dem Sportclub keine Chance.

Im Vergleich zum dürftigen Auftritt in Sandhausen begannen Harpeet Gothra, Gianluca Schäfer und Jan Schröder für Dario Gebuhr, Silvio Maden Carreno und Massil Aimene. Der Gastgeber war von Beginn an tonangebend, setzte seine Gegenspieler bei jeder Gelegenheit unter Druck und suchte zielstrebig den Weg in den Strafraum. Allein in den ersten zehn Minuten lag die Führung dreifach in der Luft. Erst verzog der vorgestoßene Jan Schröder aus zwölf Metern knapp, dann behielt Freiburgs Torhüter Laurin Mack gegen den auf ihn zustürmenden Schäfer die Oberhand. Der Außenstürmer verfehlte kurz darauf außerdem mit einem überlegten Schlenzer aus halbrechter Position das lange Eck um wenige Zentimeter. Dazwischen hatte sich Freiburgs Robert Wagner im Sechzehner an einem Hackenschuss probiert, der zum Wohlwollen der Hausherren zu drucklos geriet. Die größte Gelegenheit verzeichneten die Gäste Mitte des ersten Durchgangs, als Josias Schelb einen Sekundenschlaf der Frankfurter Hintermannschaft dazu nutzte, alleine auf den Kasten zuzulaufen, um dann das Leder über die Querlatte zu jagen. Ansonsten blieben die Riederwälder gewissermaßen bis zur letzten Sekunde auf dem Gaspedal. Erst verpassten im Zentrum zwei Akteure eine Hereingabe des sich über die rechte Seite durchsetzenden Schäfers, keine Minute später stibitzte Daniel Pulice Cavalcante einem Breisgauer auf Höhe der Mittellinie das Spielgerät vom Fuß und war dann erst von Torwart Mack zu halten, der den finalen Schuss an die Latte lenkte. Die daraus resultierende Ecke brachte zwar ebenso wenig ein, dafür aber die darauffolgende drei Minuten später. Hereingabe von der linken Seite auf Abed Noorestani, Linksschuss ins kurze Eck, 1:0! Bei diesem Zwischenstand begaben sich die Konkurrenten kurz darauf in die Kabinen.

Diese wieder verlassen sahen die Zuschauer gleich ein ungefähres Abbild des ersten Tores. Dieselbe Spielhälfte, folglich ein Eckball für die zum 1:1 einköpfenden Gäste. Frankfurt schüttelte sich kurz und machte weiter wie gehabt. Auch in Sachen Torschützen. Fünf Minuten nach dem Ausgleich segelte eine Flanke von der rechten Seite auf den Schädel des am langen Pfosten lauernden Noorestani, der aus drei Metern den alten Abstand wiederherstellte. Der stürmische Linksverteidiger hatte auch beim 3:1 keine fünf Minuten darauf seine Füße im Spiel, als er die Pille auf die Gegenseite beförderte, wo diesmal Schäfer analog zum 2:1 am langen Pfosten einköpfte. Der Toptorjäger der Liga hatte außerdem unmittelbar zuvor aus zehn Metern freistehend über das Gehäuse gezielt. Nach einem halbherzigen Zurückschlagversuch des Sportclubs, als Ali Ibrahim die Kugel neben das Tor kickte, brach einmal mehr Schäfer über die rechte Seite durch. Den folgenden Abschluss konnte der Keeper zwar noch vereiteln, wäre beim Nachschuss von Dongwoo Kim aber geschlagen gewesen. Sein Verteidigerkollege rettete gerade noch vor der Linie. Nachdem der Joker auch einen Querpass vom ebenfalls eingewechselten Misin Nurkovic nicht in der Kiste unterbrachte, traf Schäfer aus halbrechter Position und kurzer Distanz nur den Außenpfosten. Die Badener machten ihrerseits in einer kurzweiligen Auseinandersetzung nochmal von sich Reden, als Schelb aus 15 Metern unbedrängt über den Kasten schoss. Mit dem 4:1 drei Minuten vor dem Ende war der kleine Funke Hoffnung aber endgültig erloschen. Nach einem Ballgewinn und akkuraten Steilpass von Schröder machte Schäfer diesmal keine Kompromisse und setzte den Ball flach ins rechte Eck. Sein zehntes Saisontor. Der Vorlagengeber hätte sich daraufhin ebenfalls noch in die Torschützenliste eintragen können, doch Mack war rechtzeitig unten. Passenderweise durfte ganz zum Schluss sogar Eintracht-Schlussmann Jannik Horz sein Können unter Beweis stellen, als er Gabriele Cioffi mit einer Glanzparade zur Verzweiflung brachte.

Insofern fiel das schlussendliche 4:1 sicher um kein Tor zu niedrig aus, wie auch Chefcoach Akin Kilic meinte: „Gemessen an den Torchancen wäre sicher ein höherer Sieg möglich gewesen.“ Das war aber schon Jammern auf hohem Niveau, denn generell hatte Kilic abgesehen von wenigen Konzentrationsfehlern kaum etwas auszusetzen, lobte unter anderem das praktizierte „Kurzpassspiel und die generelle Leistungsbereitschaft der gesamten Mannschaft.“ Gleichzeitig sei dies als Gradmesser für die verbleibenden Aufgaben bis zur Winterpause zu betrachten. Schon am Samstag, den 18. November, gastiert um 12 Uhr der SV Wehen Wiesbaden zum offiziellen Rückrundenauftakt am Riederwald. Nach der ersten Saisonhälfte belegt die Eintracht Platz drei.

 

Eintracht Frankfurt U15 – SC Freiburg U15 4:1 (1:0)

Frankfurt: Horz – Küpelikilinc, Noorestani, Harder, Pangeko (68. Raitz), Gothra (30. Maden Carreno, 51. Kim), Schäfer, Schröder, Pulice Cavalcante, Kurt, Durczok (40. Nurkovic)

Freiburg: Mack – Mouly, Di Gesualdo, Amann (44. Ibrahim), Mertz, Wagner, Tritschler (54. Cioffi), Rosenfelder, van der Linde, Schelb, Ilczuk (47. Hoffmann)

Tore: 1:0 Noorestani (27.) 1:1 Maden Carreno (38., Eigentor) 2:1 Noorestani (43.) 3:1 Schäfer (47.) 4:1 Schäfer (67.)

Zuschauer: 60

Schiedsrichter: Sinan Azmi Kaleli

Von: Daniel Grawe

 

 


 

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