Abteilungschronik

Chronik

1959 wurde unter dem damaligen Präsidenten und Abteilungsleiter Rudi Gramlich die Eishockeyabteilung ins Leben gerufen. Damit nahm eine durchaus ereignisreiche Abteilungsgeschichte ihren Anfang. Eishockey und Eisstock wurden aber bereits wesentlich früher in Frankfurt gespielt, denn 1939 gab es noch Eis auf dem Main und damit Spielmöglichkeiten auf dem glatten Untergrund.

Idealisten, wie die Herren Golke und Rössler, der später Abteilungsleiter Hockey wurde, fanden sich 1960 zum ersten „Auswärtsspiel“ in Kronberg ein. In diesem Jahr wurde auch mit dem Bau der Kunsteisfläche an der Radrennbahn am Waldstadion begonnen. Im gleichen Jahr meldete die erste Mannschaft Eisstock ihren Spielbetrieb an. Karl Becker, Heinz Schwarz, Werner Sauer und Georg Kranewetter konnten endlich ab Dezember 1960 dem Sport frönen. Trainingszeiten waren auf der Kunsteisbahn jedoch erst ab 22 Uhr möglich. Abteilungsleiter waren bis 1965 Rudi Gramlich, 1965 bis 1968 Alkor Düker, 1968 bis 1989 Günter Herold und bis zum Vorstandsentscheid der Auflösung der Eishockey-Profimannschaft im Jahre 1991 leitete Walther Langela die Geschicke der Eissportabteilung. Danach lag es nahe, dass Günter Demuth als Kenner der Materie die Leitung der Abteilung weiterführt. Im Jahre 1996 wurde G. Demuth zum Landesobmann für den Eisstocksport gewählt und Bodo Martin übernahm die Leitung der Abteilung. Die Finanzen der Abteilung liegen ebenfalls bis heute in den bewährten Händen von G. Demuth.
Seit 1981 gibt es die Eissporthalle am Ratsweg und damit verbunden auch moderate Trainingszeiten. Jeweils donnerstags ab 20 Uhr trainieren die Eisstockschützen von November bis März in der Halle. Für den Sommerspielbetrieb hat die Eissportabteilung eine eigene Anlage am Rebstock-Gelände gebaut. Viele Stunden und Finanzmittel haben die damaligen Mitglieder 1990 erbracht und auf dem Gelände des ADAC-Verkehrsübungsplatzes eine bis heute einmalige Sportanlage in Hessen errichtet. Das Einweihungsturnier fand am 01.09.1991 statt und hatte 26 Mannschaften aus dem In- und Ausland zu Gast. Bis zu diesem Zeitpunkt trainierten die Stockschützen im Sommer auf der asphaltierten Fläche vor der Eissporthalle oder auf der Sommersportanlage des SC Reifenberg.
Es liegen viele Veranstaltungen hinter den Eisstockschützen und ein Höhepunkt war sicher die Beteiligung als Nationenbetreuer bei der 1. Eisstock-Weltmeisterschaft in der Eissporthalle. Organisiert wurde die WM von Edelbert List (Frankfurt), dem heutigen Ehrenpräsidenten des Eisstock-Weltverbandes. Außerdem gab es 41 Wintertuniere für Herren-Mannschaften, 18 Turniere für Damen und 19 Turniere für Mixed-Mannschaften.
Auf der Sommersportanlage am Rebstock wurden bisher 25 Herren und 19 Mixed-Turniere durchgeführt. Eine Besonderheit ist das 24 Stunden-Turnier, welches erstmals 1994 durchgeführt wurde. Das weltweit einmalige Turnier erfreut sich außerordentlicher Beliebtheit und wird 2012 zum 18. Mal durchgeführt.
Auf nationaler Ebene hat sich die Eissport-Abteilung mit der Durchführung der Deutschen Meisterschaft der Jugend und Junioren sowie dem Deutschen Mixed-Pokal 1998 als Veranstalter bewährt. Im Jahr 2012 kam der dt. Pokal für die Seniorinnen und Senioren hinzu.

Seit November 2006 bietet die Abteilung auch Curling-Sport an. Die bereits 25 neuen Mitglieder beteiligen sich rege am Abteilungsgeschehen und trainieren alle 14 Tage samstags in der Kleinen Eissporthalle. Die Curler vertreten die Eintracht bei diversen Veranstaltungen im In- und Ausland. Ein regelmäßiger Spielbetrieb in der Bundesliga ist das angestrebte Ziel.

Um den Spielbetrieb der Eisstock-Schützen auch künftig aufrecht zu erhalten, ist es notwendig, dass in absehbarer Zeit eine überdachte Spielfläche einen witterungsunabhängigen Spielbetrieb ermöglicht. Der Versuch, die vorhandene Anlage am Rebstock zu überdachen, wird von Seiten der Stadt Frankfurt abgelehnt. Im Jahr 2012 wechselt der Pächter dieses Platzes vom ADAC zur Messe Frankfurt. Nach einer unsicheren Phase (wir hatten die Kündigung erhalten) ist auch der neue Nutzer bereit, die Sportanlage zu erhalten. Ein Nutzungsvertrag für die zunächst nächsten 2 Jahre liegt vor. 

Mit Stolz konnte Abteilungsleiter Bodo Martin mit seinen Vorstandskollegen auf die Aufbauarbeit der letzten Jahre zurückblicken. Die Eisstockschützen von Eintracht Frankfurt haben heute einen hohen Stellenwert im Deutschen Eisstock-Verband. 2004, 2010 und 2011 wurden die Seniorinnen der Eintracht Deutscher Pokal-Sieger, die Damen wurden beim dt. Pokal in Selb 4. und qualifizierten sich erstmals für den Europapokal in Slowenien. Mit 1 Damen- und 2 Herren-Mannschaften spielt Eintracht Frankfurt seit 1989 in der höchsten Spielklasse (Bundesliga) und qualifiziert sich regelmäßig für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft und den Deutschen Pokal-Wettbewerben.

Am 29.06.2011 trat der langjährige Abteilungsleiter Bodo Martin aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Seit diesem Zeitpunkt leitet Tino Grimmel die Geschicke der Abteilung. Eine traurige Nachricht erreichte uns am 28.03.2012 vom Tod des langjährigen Abteilungsleiters. Er hinterlässt eine große Lücke in der Abteilung.

Am 14.11.2012 beginnt eine neue Abteilungsvorstandsschaft ihr Arbeit. An diesem Tag waren Vorstandswahlen und der bislang kommissarische Abteilungsleiter Tino Grimmel wurde zum Abteilungsleiter gewählt. Neben ihm sind Anke Elsemüller als Stellvertreter für die Sparte Eisstock und Marion Steiner als Jugendwartin in den Vorstand gewählt worden. Stellvertreter für den Bereich Curling wurde Andreas Hoffmann. Die Regelung der Abteilungsfinanzen gehen planmäßig von Günther Demuth auf Ricarda Grimm über. Winfried Hochheimer hat sein Amt als Sportwart an Stefan Diegelmann übergeben. Nach genau 16 Jahren beendet M. Roock seine Tätigkeit als 2. Vorsitzender der Eissportabteilung. 

Stand 11.12.2012