Deutsche Meisterschaften für Damen und Herren in Peiting
Montag, 31. Januar 2011, 09:42
Der TSV Peiting ist nicht nur auf sportlicher Ebene - Spitze, sondern auch ein mustergültiger Ausrichter von Wettbewerben. So geschehen am letzten Wochenende. Am 28. und 29.01.2011 war die Eishalle von Peiting Schauplatz der diesjährigen Deutschen Meisterschaften für Damen und Herren. Begonnen wurde wie immer mit den Zielwettbewerben der Damen. Mit Startnummer 13 hatte Kirsten Schmidt bereits um 08.10 Uhr ihren Einsatz. 96 Punkte nach den ersten 24 Wertungsversuchen, danach wurde es dunkler in der Halle. Für Kirsten eine Steigerung um 25 Punkte und im Endergebnis der 23. Platz. Karin Schmidt mit Startnummer 28 kämpfte 40 Minuten später um ihre Punkte. Nicht ganz so erfolgreich in ihren 48 Versuchen und nur der 29. Platz. Die Endergebnisse unter diesem Link. Beide spielten in der Regionenzielmannschaft WEST leider nicht mit, konnten sich über den 2. Platz nur von aussen freuen. Beste Frau der Region West wurde Patricia Beckers vom EC Krefeld. Die Ergebnisse hierzu an dieser Stelle.
Weitere 80 Minuten später kam der Autor zu seinem Einsatz. Einen 5. Platz von Dortmund galt es zu verteidigen. Dieser Traum wurde nach 40 Minúten bereits aufgegeben, denn die 307 Punkte reichten nach dem ersten Duchgang und 24 Teilnehmern erstmal nur zu Platz 9. Die Hoffnung bestand nur, daß im letzten Durchgang keine 4 Teilnehmer mehr als 307 Punkte erreichen mögen. Als 11. ging man in die Finalrunde und es kamen weitere 319 Punkte hinzu und konnte sogar einen Bayern hinter sich lassen. Endergebnis Platz 9 - einstellige Platzierung. Die Ergebnisse der Herren. Die besten 4 der Region WEST bilden auch hier eine Regionenzielmannschaft. Das Ziel war Klar - das Treppchen. Roland Rink vom RSV Büblingshausen versuchte sich als Erster im Maßen. Aus Spaß fragt er, ob es akzeptabel sei, mit 80 Punkten das Eis zu verlassen. Das wurde geschlossen verneint. Die Probeversuche sahen sehr vielversprechend aus, die 12 Finalversuche mit nur 52 von 120 möglichen Punkten entsprechend dürftig. Der Blick auf die Wertungstafeln der anderen Regionen lies Böses erahnen. Thomas Bartel aus Duisburg war Nummer 2. Seine Aufgabe, die Stöcke zu schießen und seine 80 Punkte machte unser Ziel absehbar. Nach seinen 12 Versuchen waren wir bereits Dritter. Der Autor hatte sich im Vorfeld für die 3. Bahn (lange Maße) entschieden. Er ereichte 88 Punkte und festigte den 3. Platz. Andreas Treecken vom EC Krefeld kam mit der zweitbesten Leistung der 5 Regionen und 46 Punkten als 4. der Mannschaft vom Eis. Das Ziel, eine Medaille, wurde erreicht. Ergebnisse hierzu an dieser Stelle. Das Foto der erfolgreichen Mannschaft v.l. mit Thomas Bartel, Andreas Treecken, Roland Rink und Mathias Roock.
Ab 16:30 Uhr ging es nahtlos in die Mannschaftswettbewerbe über. Damen und Herren der Eintracht waren im Einsatz und beide Mannschaften immer irgendwie mit den Augen auf der offenen Wertung und somit up to date. Karin Schmidt, Brigitte Görgens, Else Kölle, Marin Steiner und Kirsten Schmidt (v.l.)vertraten die Farben der Eintracht. Eigentlich sah sich Brigitte Görgens nach Fußproblemen "nur" als Ersatzfrau, aber sie wollte zumindest die ersten 4 Spiele durchhalten. Danach war der erste Turniertag zu Ende. Das weitere 9 Spiele dazu kommen sollten, ergab sich im Laufe des Samstags. Unglaublich im positiven Sinne was die Damen ablieferten. 12 Spiele Platz 4 - das Finale ist in greifbarer Nähe. letztes Spiel, letzter Gegner die Neumühler Eisschützengilde. Nach 5 Kehren - Spielstand 10:10. Die Eintracht hat den letzten Versuch. Ein Eisstock auf Höhe Daubenkreuz und in unmittelbarer Nähe die Daube. Beide müssen das Feld verlassen, am Daubenkreuz zählt die Eintracht. Der Schuß sitzt, der Stock ist draussen. Die Daube bleibt leider zur Hälfte auf der Linie liegen. Der Traum, überhaupt die Finalspiele zu erreichen, ist gnadenlos zerplatzt. Da flossen verständlicherweise Tränen und Aufmunterung konnte es im ersten Moment keine geben. Die Damen haben Hervorragendes geleistet und können auch so stolz auf das Erreichte sein. Viele Vereine, auch der vom Pech der Eintracht profitierende RSV, zollte der Mannschaft ihren Respekt. Sie, wie viele andere Mannschaften hätten es der Eintracht gegönnt. Hier das Endergebnis der Vorrunde. Deutscher Meister bei den Damen wurde der TSV Kühbach, vor der Neumühler EG und dem RSV Büblinghshausen.
Als Bundesligazweiter der Herren ist die Eintracht nach Peiting gereist. Uwe Jakuszewitz, Günter Fink, Mathias Roock (hintere Reihe v.l.), Tino Grimmel und Albert Niedermeier (vorne v.l.) die Besetzung der Mannschaft. Eine geschlossene Mannschaftsleistung über die 17 Spiele, mit einer Einmaligkeit, 3 bayrische Mannschaften geschlagen zu haben. Dem Mitfavoriten für die Finalspiele, den ESC Stuttgart Vaihingen, liessen wir den Traum platzen. Sie waren etwas angesäuert, hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits 4 Spiele verloren, sie erst 3, das hätte gereicht. Der ESC Stuttgart war keine Nummer zu groß, wir nicht clever genug. Es war die einzige Niederlage gegen einen Flachländer. Überraschende Siege gab es gegen den DJK Aigen am Inn, den EC Gerabach und der spätere dt. Meister EC Sassbach liess seine einzige Niederlage gegen uns zu. Nachzulesen unter diesem Link. Deutscher Meister wurde der EC Sassbach vor dem EC Surheim und EC Grub.
Eintracht Frankfurt bedankt sich beim TSV Peiting und allen fleißigen Helfern für eine sehr schöne Deutsche Meisterschaft.
Von: mroock