Aktuelles vom Curling

Deutscher Meister im Rollstuhlcurling 2011

Montag, 18. April 2011, 13:26

Am Wochenende vom 19. und 20. März 2011 wurde im Bundesleistungszentrum in Füssen die Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlcurling ausgetragen.

Die folgenden drei Teams traten gegeneinander an:

Mainhattan Ice-Wheelers

(Spielergemeinschaft aus Eintracht Frankfurt und CC Schwenningen)

Position 1 Uwe Raschke

Position 2 Martin Schlitt

Position 3 Caren Totzauer

Skip  - Jens Jäger

Mainhattan Ice-Hunters (RSC Frankfurt)

1. Frank Tampe

2. Stefan Dreeßen

3. Heike Melchior

Skip – Murat Cambaz

Frankfurt Eisbrecher (RSC Frankfurt)

1. Yvonne Schambony und Anke Groll

2. Felix Kochen

3. Christoph Gemmer

Skip – Wolf Meißner

Bereits am Freitag Abend trafen die 13 Teilnehmer zusammen mit ihren Fans und Helfern am Fuß des nebelverhangenen Schloß Neuschwansteins ein. Beim gemeinsamen Abendessen gab es schon ein erstes verbales Kräftemessen. Vor allem wurde die Jagd auf das erfahrene Team von Jens Jäger eröffnet: „Mal seh’n, ob ihr eurer Favoritenrolle gerecht werdet!“

Am Samstag Vormittag ging es dann endlich los. Für einige Teilnehmer war es das erste Turnier und dementsprechend groß war die Nervosität vor dem ersten Spiel.

Nach dem gemeinsamen Aufwärmen und der Konzentrationsphase ging es um 11:00 auf das perfekt präparierte Eis.

Die Mainhattan Ice-Wheelers mit Skip Jäger spielten gegen die Mainhattan Ice-Hunters mit Skip Cambaz. Selbst die WM-erfahrene Heike Melchior konnte gegen die starken Ice-Wheelers nichts ausrichten. Sie hatte das Deutsche Nationalteam als Ersatzfrau bei der WM in Prag unterstützt. Die Ice-Wheelers gewannen souverän mit 10:1.

Auch beim nächsten Spiel gegen die Frankfurt Eisbrecher zeigten die Ice-Wheelers und die Strategie ihres routinierten Skips Jäger ihre Klasse: Sie gewannen 13:2.

 

Beim dritten Spiel des Tages konnten die Frankfurt Eisbrecher (RSC) mit ihrem „coolen“ Skip Meißner und die Mainhattan Ice-Hunters (RSC) des impulsiven Skips Cambaz ihre Kräfte messen. Nach einem spannenden Duell endete das Spiel mit 4:3 für die Eisbrecher.

Zwischenstand nach dem ersten Spieltag:

Platz 1: Mainhattan Ice-Wheelers

Platz 2: Frankfurt Eisbrecher

Platz 3: Mainhattan Ice-Hunters

 

 

Am sonnigen Sonntag morgen spielten dann die Mainhattan Ice-Wheelers gegen die Frankfurt Eisbrecher um Platz 1. Auch dieses Spiel konnten die Ice-Wheelers souverän mit 11:0 für sich entscheiden.

In der letzten Begegnung des Tages traten die Frankfurt Eisbrecher gegen die Mainhattan Ice-Hunters im Spiel um Platz 2 an.

Beide Teams lieferten sich einen nervenaufreibenden Zweikampf und waren bis zum letzten End punktgleich. Angefeuert von den mitfiebernden Zuschauern konnten die Eisbrecher dieses spannende Spiel erst mit dem letzten Stein im Extra-End mit 5:4 für sich entscheiden.

Der sonst eher wortkarge Wolf Meißner, den nichts aus der Ruhe bringen konnte, war sichtlich stolz über seinen 2. Platz. „Ich bin total begeistert! Mein Team hat echt stark gespielt. Jeder einzelne hatte seine Sternstunde und lieferte einige „Zaubersteine“. Das hätte keiner alleine geschafft. Auch für mich war es super spannend bis zum letzten Stein.“ Trainer Kai Meidele war sichtlich zufrieden.

 

Und auch Murate Cambaz, der Skip der drittplazierten Ice-Hunters meinte: „Ich bin sehr stolz auf mein Team. Sie haben alles gegeben und mich super unterstützt.“

 

Der erfahrene Trainer Bernd Weisser aus Schwenningen, der im Vorfeld mit den drei Teams gearbeitet hatte, freute sich, dass seine Vorbereitungsarbeit Früchte getragen hat und lobte das geschlossene Erscheinungsbild der Teams.

 

Reinhard Küper, der Anti-Doping Beauftragte des DBS war an beiden Turniertagen mit dabei und informierte die Spieler sehr ausführlich über den Ablauf von Kontrollen und die Rechte und Pflichten, die ein Sportler dabei hat. Der Frankfurter lobte die angenehme und familiäre Atmosphäre und staunte: „Wo kommen denn die Spieler alle her?“

Bei der Siegerehrung dankte Manfred Hübner, der Spielleiter des DCV, allen Helfern und zeigte sich begeistert von der positiven Atmosphäre des Turniers. „Das ist der wahre Spirit of Curling!“ Schade fand er es allerdings, dass die Spieler der Deutschen Nationalmannschaft nicht bei dem Turnier mit angetreten sind.

Beim abschließenden Abendessen fiel das gemeinsame Resüme von Spielleiter Manfred Hübner und DRS Fachbereichsleiter Martin Schlitt sehr positiv aus: Stand Schlitt vor einem Jahr noch fast alleine in Frankfurt auf dem Eis, so hat er es geschafft, drei Teams für die Teilnahme an der DM zu motivieren. Schlitt gab aber auch zu bedenken, dass die Erfahrung, das Wissen und der persönliche Einsatz der beiden Schwenninger Spieler Jens Jäger und Caren Totzauer ganz wesentlich zum Aufbau der Mannschaften beigetragen haben.

Das Siegerteam: Jens Jäger (Skip), Martin Schlitt, Uwe Raschke und Caren Totzauer

Das Siegerteam: Jens Jäger (Skip), Martin Schlitt, Uwe Raschke und Caren Totzauer

Und alle waren sich einig: Die Austragung der Deutschen Meisterschaft ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu neuen Mitgliedern, verbesserten Trainingsmöglichkeiten und dem Aufbau eines Ligabetriebes.

Fotos: Thorsten Gampe

Von: Petra Schlitt

 

 

 


 

Abteilung Eissport / Curling

Manfred Hübner
E-Mail an Manfred Hübner

 

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