Basketball

Aktuelles aus der Jugend

Wu15I verliert nach Overtime 43:42 beim TV Langen

Dienstag, 07. Februar 2012, 23:42

Am vergangenen Sonntag trat die Wu15 das Rückspiel gegen den TV Langen in der Oberliga an und musste sich nach 45 spannenden Minuten unglücklich mit einem Punkt geschlagen geben.

Nachdem man das Hinspiel in eigener Halle mit nur 2 Punkten Differenz verloren hatte, waren die Eintracht Mädels hoch motiviert siegreich aus dem zweiten Aufeinandertreffen mit dem TV Langen hervorzugehen. Doch bereits vor Spielbeginn lief nicht alles nach Plan: 4 Spielerinnen mussten kurzfristig vor Spielbeginn wegen Verletzungen und Krankheit absagen, eine fünfte würde erst Mitte des Spiels zum Team dazu stoßen und auch die übrigen sechs waren alles andere als topfit.

Trotzdem wollte man keine Ausreden suchen, hatte Langen doch mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, und so nahmen sich Adlerträgerinnen umso mehr vor, durch Kampf und Willen dieses Spiel für sich zu entscheiden. Beide Teams mussten ohne ihre Aufbauspielerinnen an den Start gehen und so entwickelte sich schnell das erwartet zerfahrenere Spiel, geprägt durch unzählige und unnötige Turnover auf beiden Seiten. Die Frankfurter konnten mit dieser Situation jedoch zunächst besser umgehen und so das erste Viertel deutlich mit 2:9 für sich entscheiden. Langen leistete jedoch wie erwartet Gegenwehr und egalisierte schnell die 6:15 Führung der Eintracht (7.Min) mit einem 10:0-Run. Nur durch einen glücklichen Korb kurz vor Ende des ersten Spielabschnittes konnteten die Eintrachtler eine knappe 16:17 Führung in die Halbzeit retten.

Nach der Pause ein ähnliches Bild: die Gäste aus Frankfurt erwischten den besseren Start in ein Spiel, das auf beiden Seiten nun immer mehr aus Einzelaktionen als aus Mannschaftsspiel bestand (24:30, 30.Min). Doch wie schon im Hinspiel ließen kurz vor Ende des Spiels die Kräfte des noch so jungen Frankfurter Teams nach, dem es ab der 35. Minuten nicht mehr gelingen wollte zu punkten (30:36; 35.Min). Die Hausherren hingegen suchten vermehrt den Zug zum Korb und konnten oft nur durch Fouls gestoppt werden (38:37, 39.Min). Zum Glück für die Gäste aus Frankfurt zeigten die Langener Spielerinnen jedoch Nerven von der Linie und verwandelten in der letzten Spielminute nur einen von zwölf Freiwürfen (39:38. 40.Min). Dann der erste dramatische Höhepunkt: noch zwei Sekunden zu spielen, zwei Frankfurter Spielerinnen bereits mit 5 Fouls aus dem Spiel genommen, Sprungballpfiff, Frankfurt nimmt eine Auszeit und erhält damit Einwurf an der Mittellinie. Ein letzter Spielzug könnte die Gäste noch in die Verlängerung retten. Am Ende mit ihren Kräften und Nerven stellten sich die Frankfurter wie von der Trainerin vorgegeben auf, langer Pass, Sprint hinterher, ein letzter Korbleger mit der Schlusssirene – und der Ball ist drin! Stand vor Verlängerung: 39:39.

Die Freude war riesengroß, aber schnell kam die Erkenntnis, dass man zu fünft die nächsten 5 Minuten durchhalten müsste. Die Teams kämpften mit ihren letzten Kräften um jeden Ball, die jungen Eintrachtlerinnen waren mental völlig am Ende, nach Basketball sah es jetzt auf beiden Seiten nicht mehr aus. Langen führte kurz vor Ende der Overtime knapp (43:40, 43.Min), die Frankfurter Offense war völlig hilflos. Mit weniger als 30 Sekunden zu spielen erzwangen die Frankfurter dann aber einen Korb (43:42, 45.Min) und versuchten durch harte Defense noch einmal das Spiel zu drehen. 9 Sekunden vor Schluss dann der Ballgewinn, knallharter Antritt übers Feld, ein Korbleger 2 Sekunden vor Schluss, und der Ball rollt aus dem Korb.

Unermässliche Enttäuschung stand den Adlerträgerinnen ins Gesicht geschrieben und auch aufmunterte Worte von der Trainerin und den mitgereisten Eltern halfen nicht. “Trotz allem haben wir wieder ein Spiel geliefert, das kämpferisch mehr als beeindruckt hat,” fasst Trainerin Sarah Qureshi das Spiel zusammen. “Natürlich sind Absagen von so vielen Spielerinnen schwer zu verkraften, aber unsere Mädels haben mal wieder ihr Kämpferherz gezeigt. Am Ende haben uns dann aber nicht nur die Kräfte, sondern auch das Glück verlassen.”

Dennoch, einem Favoriten wie Langen mit einem so jungen Team die Stirn zu bieten muss man erstmal schaffen.  Jetzt heißt es Aufbauarbeit leisten um am nächsten Dienstag beim MTV Kronberg wieder beherzt aufspielen zu können.

Es spielten: Ronja, Judith (1), Julin (4/1 Dreier), Melina B. (2), Michelle (20), Melina M., Vanessa (15)