Auch gegen BBLZ Gießen verlor die U14I ihr Heimspiel mit 62:83
Dienstag, 06. Dezember 2011, 11:17
Nachdem sich die U14I gegen den BC Darmstadt, aus der Hinrunde der
2011/2012er Oberligasaison mit einer Niederlage verabschiedete
(71:83), hoffte man natürlich das erste Rückrundenspiel vor heim-
ischer Kulisse wieder gewinnen zu können.
Jedoch hieß der Gegner BBLZ Gießen, und da wusste, bzw. weiß man ja was
einen erwartet. Die Vorzeichen standen also alles andere als gut, galt oder
gilt es jetzt noch mehr, den Abstand auf den so wichtigen vierten Platz der
hessischen U14 Oberliga nicht noch größer werden zu lassen.
Verantwortlich dafür sind die beiden Niederlagen aus den letzten Spielen.
In Darmstadt, gegen einen Gegner der quasi nur von einem Spieler getragen
wird, schafften es die Frankfurter nicht, das Spiel selber in die Hand zu nehmen
und zumindest den Rest der Darmstädter Spieler entscheidend aus dem Spiel
zu nehmen. Wie so oft fehlte es an der vom Coach immer wieder bemängelnden
Absprache und Übernahme in der Defence. Hier wurde das Spiel auch eindeutig
verloren. Allerdings agierte in Darmstadt auch das eingesetzte Schiedsrichter-
paar unkonzentriert und verhalf dem Gegner durch (zu) viele strittige Entschei-
dungenzum ein oder anderen Punktgewinn.
Dagegen konnte man den Beiden in Grau am Sonntagabend in der Wöhler beim
Spiel gegen Gießen keinen Vorwurf machen. Die ein oder andere strittige
Entscheidung glich sich am Ende immer wieder aus.
Kritisch sollte man aber die Leistung der Mannschaft, vor allem ab Mitte
des zweiten Viertels hinterfragen.
Starteten die Eintrachtler noch konzentriert und angriffslustig in die
Partie und gingen sogar teilweise im ersten Viertel in Führung, so
verlor sich der Spielfaden bereits nach gut 15 gespielten Minuten. Die
Gießener kamen zu ihrem gewohnt schnellen Kombinationsspiel und holten
sich, obwohl im Schnitt einen Kopf kleiner immer wieder wichtige und im
Prinzip auch die spielentscheidenden Rebounds. Den Eintrachtlern gelang
es kaum den Gegner richtig auszublocken und im entscheidenden Moment
dann fest zu zupacken. War dies dann doch der Fall, schaffte es die
Mannschaft äußerst selten den Ball schnell nach vorne zu den frei
stehende Mitspielern zu bewegen. Immer wieder konnte man beobachten, wie
sich die größeren Spieler als Aufbau fühlten und den Ball mit vielen
Schlenkern über den Court dribbelten, statt schnell zu passen. Das ein
schnelles und sicheres Kombinationsspiel nicht unbedingt die Stärke der
Frankfurter ist, war und ist jeden klar, und so suchte man wie auch in
den vorherigen Spielen immer wieder das eins-gegen-eins gegen die
körperlich unterlegenen Gießener, die jedoch diesen Nachteil durch
Schnelligkeit, Cleverness und Herzblut mehr als wett machten. Am Ende
wurde dann doch der "durchgehende Frankfurter Spieler" häufig in eine
schlechte Abschlusspostion gedrängt, aus der dann leider relativ wenige
Körbe erzielt wurden. Dadurch, dass dann oftmals auch der Rebound
verloren ging, kamen die Gießener immer wieder zu Fastbreaks und nutzen
das zögerliche Zurücklaufen der Frankfurter gnadenlos aus.
So waren bei über 50% der Gegenangriffe die Gießener anfangs in Überzahl
in der Frankfurter Spielhälfte. "Zurück" war dann auch das Wort, dass am
häufigsten in der Wöhler an diesem Abend zu hören war.
Und kam es nicht zum Fastbreak, so fand der Gegner unter dem Frankfurter
Korb immer wieder eine freie Anspielstation, aus der dann leichte Körbe
erzielt wurden. Auch die Distanzwürfe der Jungs von der Lahn saßen, und
so wunderte es nicht, dass der Gegner zeitweise zu Beginn des dritten
Spielabschnitts mit der doppelten Punktezahl führte (24:48).
Erst als die Gießener mit der sicheren Führung im Rücken ihren
Bankspielern mehr Einsatzzeit gönnten, konnten die Frankfurter den
Punkteabstand wieder verringern.
So wenig Bewegung ohne Ball allgemein im Frankfurter Spiel zu sehen war,
so viel hatten am Abend die Stimmbänder von Coach K. zu tun.
Wie ein Souffleur musste er jedes "Doing" seinen Jungs vor allem in der
Defence zurufen. Leider half dies wenig, und so erinnerte das Auftreten,
der im Zusammenspiel auf höchstem U14-Niveau agierenden Gießener, gegen
die Eintrachtler zeitweise wie an ein Katz und Maus Spiel.
In Darmstadt spielten:
Darnell Davis (23), Konstantin Schubert (5), Tom Schirer (11),
Jakob Scheffels (0), Cem Akbayir (0), Alex Seum (14), Evangelos Katsiakis
(11), Kevin Aquilla (3), Henri Schlockermann (2),
Doni Kastrati (2), Joshua Becker (0),
und gegen das BBLZ Gießen:
Darnell Davis (14), Konstantin Schubert (9), Alex Seum (14), Tom Schirer (2),
Jakob Scheffels (0), Evangelos Katsiakis (8), Phillip Jansen (4), Kevin
Aquilla (3), Doni Kastrati (6), Joshua Becker (2), Filip Karan (0)
Von: Dirk Becker