2.250 Mitglieder zählte der Verein 1920 nach der zweiten Fusion mit der „Frankfurter Turn- und Sportgemeinde Eintracht von 1861“. In diesem Zusammenhang trat auch zum ersten Mal die Bezeichnung „Eintracht“ auf den Plan. Zum Sportangebot gehörte nun nicht mehr nur Fußball sondern auch Turnen, Leichtathletik, Fechten, Boxen, Schwimmen, Handball, Hockey, Cricket, Tennis und Rugby. Nach einer Kernsanierung weihte die „Eintracht“ am 5. September 1920 ihr neues Vereinsgelände am Ratsweg 14, gegenüber des Ostparks, ein. Mehr als 300.000 Reichsmark investierte der Verein, um unter anderem ein Fußballstadion mit 30.000 Plätzen (inkl. 1.600 überdachten Sitzplätzen), eine 400-Meter-Laufbahn, eine 120-Meter-Gerade, drei Tennisplätze, ein Schlagballfeld, ein Hockeyfeld, ein Fußball-Übungsfeld, einen Turn- und einen Faustballplatz zu errichten. Die Fachzeitschrift „Der Fußball“ beschrieb die Zuschauerränge als eine „für deutsche Verhältnisse beinahe gigantisch anmutende Tribüne“. Im Jahre 1925 zählten die Turner fast 4.000 Mitglieder. 1927 kam es in Deutschland zur Trennung der Turner und der Fußballer. Aufgrund hartnäckiger Differenzen, die ihren Gipfel im Streit um eine Teilnahme an den olympischen Spielen von 1928 in Amsterdam fand, zwischen der Deutschen Turnerschaft, dem Dachverband der Deutschen Turner sowie dem Deutschen Reichsausschuss für Leibesübungen, in dem die einzelnen Sportverbände organisiert waren, trat die Deutsche Turnerschaft aus dem Reichsausschuss aus und organisierte sich fortan eigenständig. Dies hatte für die Eintracht zufolge, dass die Fusion von 1920 zwischen dem „Frankfurter Fußballverein“ und der „Frankfurter Turn- und Sportgemeinde“ rückgängig gemacht wurde und dass die Vereine als „Turngemeinde Eintracht von 1861“ und als „Sportgemeinde Eintracht von 1899“ weiter existierten. Trotz der Trennung pflegten beide Vereine weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis, welches auch durch Beglückwünschungen in den Vereinsheften unterstrichen wurde. In der Sportgemeinde, die 1927 nur noch 1.291 Mitglieder zählte, waren neben der Fußball-Abteilung weiterhin die Sportarten Rugby, Hockey, Tennis, Boxen sowie die Leichtathleten beheimatet. Innerhalb eines Jahres stieg die Mitgliederzahl auf 2.584 an.